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Kriminalität

Kartellführer Ismael Zambada erhielt lebenslange Haftstrafe in den USA

Richter verhängte die Strafe zwei Jahre nach seiner Verführung in die Vereinigten Staaten

Einer der berüchtigtsten Figuren der mexikanischen Drogenkartelle, Ismael „El Mayo“ Zambada, erhielt eine lebenslange Haftstrafe in den Vereinigten Staaten. Ein US-Richter verhängte die Strafe zwei Jahre nach der Verführung Zambadas in die USA durch eine aufwendige Verfolgungsaktion. Der 76-jährige Mann, der das gewalttätige Sinaloa-Kartell mit Joaquin „El Chapo“ Guzmán gründete, wurde zusätzlich zur Haftstrafe mit 15 Milliarden Dollar (etwa 11 Milliarden Pfund) belegt.

Im Zuge der Verhandlungen akzeptierte Zambada letztes Jahr eine Strafvereinbarung und gestand die Anklage wegen Drogenhandels und Verschwörung, um die Todesstrafe zu vermeiden. Er erkannte seine Rolle bei der Schaffung des weitreichenden kriminellen Netzwerks an, welches seit seiner Mitgründung des Sinaloa-Kartells Ende der 1980er Jahre enorme Mengen Kokain und andere Drogen in die USA schickte.

Der US-Distriktrichter Brian Cogan verhängte Zambada am Montag während einer Anhörung vor dem Bundesgericht in Brooklyn. Seine Schuldgeständnis führte zu einer verpflichtenden lebenslangen Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft argumentierte in der Urteilsanmerkung, Zambada sei einer der produktivsten und mächtigsten Drogenhändler der Welt gewesen.

Das Sinaloa-Kartell erlebte seit Zambadas Verhaftung einen inneren Konflikt und verursachte Verwirrung in der Region Sinaloa. Zwischen den rivalisierenden Fraktionen des Kartells herrschte Gewalt, und Hunderte von Menschen verschwanden während der Kämpfe um Territorien. Die Gewalt verstärkte sich nach der Verhaftung und Auslieferung von El Chapo im Jahr 2016, als Fraktionen um Kontrolle kämpften und sich gegen gegnerische Drogenbanden wehrten.

Eine zentrale Frage, die nach Zambadas Strafverhandlung aufkam, betraf den Ort seiner Haft. Zambada beantragte eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus, da er medizinische Versorgung für altersbedingte Gesundheitsprobleme benötigte. Die Bundesstaatsanwaltschaft suchte jedoch eine höhere Inhaftierung, da Zambada weiterhin eine Sicherheitsbedrohung darstellte und außerhalb der Haft möglicherweise illegale Drogenoperationen dirigierte.

Der Bundesbüro für Gefängnisse traf die endgültige Entscheidung über seinen Wohnort. Parallel dazu erhöhte der US-Präsident Donald Trump seine Druckausübung auf Mexiko und die Kartelle, indem er die kriminellen Unternehmen als terroristische Gruppen deklarierte. Auch die mexikanische Regierung ergriff aggressivere Schritte gegen die Kartelle und entsandte Tausende von Truppen in Sinaloa.

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