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Konflikt

Israel eroberte Festung im Libanon und erweiterte Bodenoffensive gegen die Hisbollah

Warnungen zur Evakuierung und diplomatische Kritik

Die israelische Armee erweiterte ihre Bodenoperationen im südlichen Libanon und warnte die Bewohner, sich aus bestimmten Gebieten zu entfernen. Die israelische Verteidigungsstreitkräfte (IDF) hatten die Bevölkerung südlich des Zahrani-Flusses aufgefordert, die Region zu verlassen. Ein Sprecher erklärte, dass jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Elementen, Einrichtungen oder Kampfmitteln befand, sein Leben gefährdete. Diese Warnung erfolgte kurz nach der Bestätigung, dass die Armee die Festung Beaufort erobert hatte, einen strategischen Punkt auf einem hohen Kamm oberhalb des Litani-Flusses. 13 Krankenhausmitarbeiter erlitten in der Nähe des Hiram-Krankenhauses in Tyre Verletzungen durch einen Luftangriff, welcher erhebliche Schäden verursachte. 1

Die IDF-Sprecher gaben an, dass eine erhebliche Anzahl von Bodensoldaten an der Operation beteiligt war, welche auf zusätzliche Gebiete ausgeweitet wurde. Dies signalisierte, dass die israelischen Bodenkräfte tiefer in das libanesische Territorium vordrangen, jenseits ihrer ursprünglichen Grenzlinie des Litani-Flusses. Die Eroberung der Festung Beaufort, die von den Kreuzrittern vor neunhundert Jahren errichtet worden war, stellte einen wichtigen strategischen Gewinn dar. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu beschrieb die Übernahme als einen „dramatischen Akt und eine dramatische Veränderung unserer Politik“. Er erklärte, dass Israel die „Barriere der Angst durchbrochen“ habe und die Initiative ergriffen habe, indem es auf allen Fronten – in Syrien, Gaza und Libanon – operierte. Der Verteidigungsminister Israel Katz erinnerte an einen früheren Kampf für die Festung und betonte, dass die Kontrolle über die Festung und den Kamm ein wichtiger Schritt zum Schutz israelischer Gemeinschaften auf der anderen Seite der Grenze sei gewesen.

Die israelische Seite erklärte, sie intensivierte ihren Angriff gegen die Hisbollah als Reaktion auf die Eskalation der iranisch unterstützten Gruppe, welche explosive Drohnen und Raketenangriffe sowohl auf israelische Truppen im Libanon als auch auf Gemeinden an der Grenze durchführte. Die Hisbollah entfammte am Samstag etwa 25 Projektile in diese Gegend, was zu Forderungen von Oppositionspolitikern Israelens führte, dass die Regierung mehr für die Sicherheit der Bewohner tat. Der libanesische Premierminister Nawaf Salam verurteilte Israel in einer Fernsehansprache als „Entscheidung für eine Vernichtungsstrategie und kollektive Bestrafung“ im Süden des Landes. Dennoch suchte die libanesische Regierung eine Lösung, da eine vierte Verhandlungsrunde zwischen den israelischen und libanesischen Regierungsdelegationen in Washington angesetzt war. Die internationale Reaktion war ebenfalls spürbar: Frankreich, das historische Bindungen zum Libanon besaß, forderte ein Treffen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zur Besprechung der israelischen Militäroperationen. Der Außenminister Jean-Noël Barrot äußerte sich kritisch und bezeichnete die Situation als „großen Fehler für Israel“, da nichts die Verlängerung der militärischen Operationen und die zunehmende Besetzung libanesischer Territorien rechtfertige.

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