Das israelische Militär intensivierte die Angriffe in Südlibanon. Premierminister Benjamin Netanyahu verkündete, er habe die Streitkräfte angewiesen, die Offensive zu verstärken, um die Organisation Hezbollah zu zerschlagen. Dies erfolgte inmitten einer weiteren Erosion des bereits fragmentierten Waffenstillstands.
Als Reaktion darauf führte Hezbollah am Montag mehrere Angriffe auf drei Kasernen und eine Militärbasis im Norden Israels durch. Die Gruppe erklärte diese Aktionen als Antwort auf die Verletzung des Waffenstillstands durch Israel.
Der zunehmende Konflikt entfaltete sich inmitten von wachsenden Hoffnungen auf eine baldige Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Teheran hob die Verwirrung in den amerikanischen Positionen und die israelische Einmischung als wesentliche Faktoren hervor, welche die Erreichung eines umfassenden Abkommens erschwerten.
Im Rahmen einer Verhandlungsbesprechung äußerte Esmail Baghaei, Sprecher der iranischen Verhandlungsgruppe, die zukünftige Verwaltung des Hormusstraßens als Angelegenheit zwischen Oman und Iran. Er betonte, dass keine Zölle verlangt wurden, sondern lediglich „Gebühren für Schifffahrtsdienste“ diskutiert wurden.
Iran-unterstütztes Hezbollah übernahm in den frühen Morgenstunden des Dienstags die Verantwortung für eine Reihe von Angriffen im Norden Israels. Es wurden mindestens vier Drohnenangriffe auf Kasernen in Shomera sowie Angriffe auf zwei weitere Kasernen in der Region und ein Angriff auf eine Militärbasis in Misgav Am verübt.
Die Kämpfe zwischen Israel und Hezbollah begannen am 2. März. Obwohl ein Waffenstillstand am 17. April in Kraft trat, setzten beide Seiten den gegenseitigen Beschuss nahezu täglich fort. Die israelische Luftwaffe führte am Montagabend aufeinanderfolgende Angriffe im Bekaa-Tal in Ostlibanon durch. Zudem zielten Dutzende israelischer Angriffe in den frühen Morgenstunden auf mehrere Städte und Dörfer im Süden Libanons ab.
Nachdem Israel Evakuierungsanordnungen für zehn Dörfer erließ und Hezbollah zur Verletzung des Waffenstillstands verurteilte, führten die Luftangriffe auf mehrere Städte in der Nähe der antiken Stadt Tyre durch. Die libanesischen Behörden berichteten, dass die israelischen Angriffe seit Anfang März mehr als 3.100 Menschen töteten. Das israelische Militär gab zudem bekannt, dass ein Soldat am Vortag in Südlibanon gestorben war. Die Zahl der israelischen Soldaten, die seit Beginn der Feindseligkeiten mit Hezbollah getötet wurden, erreichte damit die Zahl 23.