Israelische Luftangriffe auf den südlichen Libanon töteten am Dienstag mindestens neunzehn Menschen, darunter vier Frauen und drei Kinder. Das Gesundheitsministerium des Libanon berichtete, dies seien die jüngsten Opfer aus den nahezu täglichen Angriffen beider Seiten gewesen, welche trotz eines fragilen, von den Vereinigten Staaten vermittelten Waffenstillstands nicht eingestellt wurden.
Die israelische Armee kommentierte die Todesfälle oder spezifische Vorfälle nicht unmittelbar, erklärte jedoch, dass zwischen dem Nachmittag des Montags und dem Nachmittag des Dienstags mehr als fünfundzwanzig Standorte der Infrastruktur der Hisbollah im südlichen Libanon angegriffen worden seien.
Der jüngste Kampf zwischen Israel und der Hisbollah begann am 2. März, als die libanesische militante Gruppe Raketen auf Israel abfeuerte, zwei Tage nach dem Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran. In Beirut berichtete die Regierung, dass ein einzelner Schlag auf das Dorf Deir Qanoun al Nahr in der Küstenprovinz Tyre zehn Menschen tötete, darunter drei Kinder und drei Frauen. Drei Personen wurden verletzt, darunter ein Kind.
Das Ministerium lieferte keine weiteren Details über den Angriff, die staatliche Nachrichtenagentur berichtete jedoch, dass ein Haus zerstört worden war und mehrere Personen unter den Trümmern lagen. Ihre Leichen wurden später am selben Tag geborgen.
Eine weitere Luftattacke auf die südliche Stadt Nabatieh tötete vier Menschen und verletzte zehn weitere, darunter zwei Frauen. Ein dritter Schlag in das nahegelegene Dorf Kfar Sir tötete fünf Menschen, darunter eine Frau.
Die jüngsten Todesfälle erfolgten einen Tag nach dem Überschreiten der Todeszahlen im jüngsten Kampf zwischen Israel und der Hisbollah die Dreitausend und zwei Tage nach der Verlängerung der US-vermittelten Waffenruhe um 45 Tage, die seit dem 17. April in Kraft war.
Israel hatte seitdem den südlichen Libanon invadiert und seine Hauptstadt Beirut sowie andere Gebiete bombardiert, mit dem Ziel, die Infrastruktur der Hisbollah anzugreifen. Die Hisbollah, sowohl militante Gruppe als auch mächtige politische Organisation im Libanon, widerstand dem Druck zur Entwaffnung, auch durch die libanesische Regierung.
Durch den Kampf waren über eine Million Menschen im Libanon vertrieben worden, wobei einige in Zelten entlang der Straßen und am Mittelmeer in Beirut Schutz suchten. Gleichzeitig kämpfte Israel damit, die häufigen Drohnenangriffe der Hisbollah gegen seine Truppen auf libanesischem Boden und in den nördlichen israelischen Grenzstädten zu beenden. Die israelische Armee berichtete, dass ein Soldat am Dienstag im Kampf im südlichen Libanon getötet worden war, wodurch sich die Todeszahl der israelischen Truppen seit Beginn des jüngsten Konflikts auf 21 erhöhte.