FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Politik

Israel und Libanon schlossen Rahmenabkommen nach US-Vermittlung

Deal stärkte US-Position, doch die Konfliktlage blieb angespannt

Israel und Libanon schlossen in Washington ein Rahmenabkommen, das durch Verhandlungen, welche die Vereinigten Staaten vermittelten, zustande kam. Dieses Abkommen, dessen genaue Details noch unklar blieben, galt als ein Erfolg für die Trump-Administration, welche sich zugleich in komplexen Verhandlungen mit dem Iran befand, nachdem ein Waffenstillstand zwischen den beiden Staaten verlängert worden war.

Der Iran, als primärer Unterstützer der Hisbollah, forderte wiederholt, dass Libanon an jeglichen Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten teilnehmen müsse. Der US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete das Abkommen am Freitag als einen „ersten Schritt“ und erklärte, dass diese beiden Nationen dies verdient hätten, um einen Rahmen für dauerhaften Frieden und Sicherheit zu schaffen.

Bisher hatten die früheren Waffenstillstände zwischen Israel und der Hisbollah weiterhin zu nahezu täglichen grenzüberschreitenden Angriffen geführt, wobei beide Seiten einander die Verletzung des Abkommens vorwarfen. Washington befürchtete, dass die anhaltenden Spannungen zwischen Israel und Libanon das US-Friedensabkommen mit dem Iran untergraben könnten, welches eine Beendigung der Kämpfe auf „allen Fronten“, einschliesslich Libanon, festschrieb.

Über mehrere Monate hinweg bedrohten wiederholte israelische Angriffe auf Ziele im südlichen Libanon die Bemühungen, den Konflikt im Nahen Osten zu beilegen. Ein US-vermittelter Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon im April scheiterte daran, die Kämpfe zu stoppen. Zudem hatten Israel und Libanon im Juni eine Verlängerung ihres fragilen Waffenstillstands sowie die Einrichtung mehrerer „Pilotzonen“ innerhalb Libanons vereinbart, in denen Hisbollah-Operative verboten wurden, doch die Kämpfe setzten fort.

Obwohl die Verhandlungen ein positives Zeichen darstellten, blieb die Situation prekär. Die Hisbollah war keine Partei des Freitagsabkommens, und es blieb unklar, ob sie bereit war, ihre Kämpfer aus dem Gebiet des Südlichen Litani zu verlegen. Obwohl Donald Trump die Rechtfertigung Israels zur Selbstverteidigung gegen Raketenangriffe der Hisbollah bekräftigte, behauptete er auch, er könne Israel „von Angriffen aus Libanon kontrollieren“. Das gesamte Arrangement wirkte daher als ein zartes Gleichgewicht zwischen politischen Zielen und militärischen Realitäten.

IsraelLibanonUSAIranKonflikt

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp