Ein israelischer Luftangriff tötete sechs Familienmitglieder in Gaza-Stadt, berichteten lokale Mediziner. Videoaufnahmen zeigten, wie die Wohnung der Familie in der westlichen Nachbarschaft al-Sabra über Nacht in Flammen stand. Der Bruder von Firas al-Masri erklärte gegenüber der BBC, dass er zusammen mit seiner Frau Salsabeel und ihren drei Kindern – Faryal, Salma, Amira und Naim – durch den Brand gestorben waren.
Die israelische Armee gab an, dass ihr Ziel ein Hamas-Operative gewesen sei und die Ergebnisse des Angriffs noch untersucht wurden. Die Gesundheitsbehörde von Gaza, die von der Hamas kontrolliert wurde, teilte mit, dass seit dem Inkrafttreten eines Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas im Oktober mindestens 1.168 Palästinenser getötet worden waren. In diesem Zeitraum starben zudem vier israelische Soldaten bei palästinensischen Angriffen in Gaza.
Im Anschluss an den Angriff in Gaza-Stadt verurteilte das UN-Menschenrechtsbüro die jüngste Intensivierung der israelischen militärischen Angriffe in Gaza. Ein Sprecher erklärte, dass zwischen dem dreizehnten und zwanzigsten Juli mindestens 57 Palästinenser getötet worden seien, darunter sechs Kinder und acht Frauen, bei Angriffen auf Wohngebäude, ein Lager für vertriebene Familien sowie andere überfüllte Gebiete. Er fügte hinzu, dass dreiundvierzig dieser Personen weit entfernt von der sogenannten Gelben Linie lagen, welche das von israelischen Streitkräften kontrollierte Gebiet in Gaza markierte.
Der Sprecher warnte davor, dass neun Monate nach der Ankündigung eines Waffenstillstands nirgends für Palästinenser in Gaza sicher sei. Er mahnte zudem an, dass die Tötung von Zivilisten Bedenken hinsichtlich fortgesetzter Verstöße gegen das internationale humanitäre Recht, Kriegsverbrechen und anderer möglicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Gaza aufwirf.