In Libanon meldete das Gesundheitsministerium, dass in einem weiteren Tag intensiver israelischer Angriffe insgesamt 39 Menschen getötet wurden. Ein einzelner Angriff auf die südliche Stadt Saksakiyeh führte zu mindestens sieben Todesfällen, darunter ein Kind. Die israelische Verteidigungskraft erklärte, sie zielen auf die bewaffnete Gruppe Hisbollah ab und seien über Berichte über Schäden an nicht beteiligten Zivilisten informiert gewesen.
Die israelischen Streitkräfte führten ihre Luftangriffe größtenteils in Südlibanon durch, wobei sie Infrastruktur sowie Personen bekämpften, die mit der iranisch unterstützten Miliz in Verbindung stehen. Das Gesundheitsministerium berichtete zudem über weitere spezifische Vorfälle, beispielsweise einen Angriff auf ein Motorrad in Nabatieh, der einen syrischen Staatsbürger und seine zwölfjährige Tochter getötet hatte. Eine Drohne führte anschließend einen zweiten Angriff durch, der den Vater tötete, und zielte dann direkt zum Mädchen, welches sich einer lebensrettenden Operation unterzog.
Parallel dazu reagierte die Hisbollah auf die anhaltenden israelischen Aktionen mit Drohnenangriffen auf Nordisrael. Die israelische Armee identifizierte einen explosiven Drohnenangriff der Hisbollah-Organisation nahe der Grenze im Norden und berichtete über Verletzungen von drei Reservisten. Diese Eskalation spiegelt die anhaltenden Spannungen wider, auch nachdem Israel und die Hisbollah im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart hatten.
Israel besetzt einen Streifen libanesischen Landes entlang der Grenze, mit dem Ziel, eine Sicherheitszone zu schaffen, die frei von Hisbollah-Aktivitäten ist und die nördlichen Gemeinschaften Israels schützen soll. In diesen besetzten Gebieten wurden ganze Dörfer zerstört, was von Menschenrechtsorganisationen als Kriegsverbrechen eingestuft wird. Seit dem 2. März wurden insgesamt 2.795 Menschen in Libanon getötet, was die Tragweite des anhaltenden Konflikts verdeutlicht.