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Israelischer Angriff auf libanesische Journalisten: Menschenrechtsgruppen werfen Kriegsverbrechen vor

Berichte deuten auf vorsätzliche Angriffe auf Zivilisten hin; Forderungen nach Untersuchung und Rechenschaft

Zwei Menschenrechtsorganisationen stellten fest, dass ein israelischer Angriff im Süden des Libanon, der die Reporterin Amal Khalil und die Kameratechnikerin Zeinab Faraj tötete und schwer verletzte, ein Kriegsverbrechen darstellte. Separate Berichte von Human Rights Watch und Amnesty International konkludierten, dass die Journalisten bei ihrer Berichterstattung in al-Tiri am 22. April gezielt angegriffen wurden.

Die Organisationen forderten eine unabhängige Untersuchung und die Anerkennung der Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs durch das Libanon. Das israelische Militär bestritt die Anschuldigungen und erklärte, die drei Angriffe seien auf zwei Operative der bewaffneten Gruppe Hisbollah gerichtet gewesen. Dennoch argumentierten die Menschenrechtsgruppen, dass die Beweise – bestehend aus Fotos, Videoaufnahmen und Zeugenaussagen – eindeutig zeigten, dass die israelischen Streitkräfte wussten oder zumindest hätten wissen müssen, dass die Frauen Zivilisten waren.

Nach der ersten israelischen Attacke, die ein Fahrzeug traf, das die beiden Journalisten mitführte, suchten Khalil und Faraj Schutz in der Nähe eines Gebäudes. Eine zweite Attacke traf das geparkte Fahrzeug und verletzte Khalil. Eine dritte Attacke zerstörte das Gebäude, in dem sie Schutz suchten und beendete ihre Rettung. Quadcopter-Drohnen erschienen dabei, die die Journalisten während des gesamten Angriffs beobachteten und extrem nah an ihnen vorbeiflogen.

Die Rettungsarbeiten scheiterten jedoch. Ein Team des Roten Kreuzes konnte die Stadt erst nach 17:00 Uhr betreten. Als die Sanitäter versuchten, die Journalisten zu retten, gerieten sie unter Beschuss einer durch Drohne abgefeuerten Schlagwaffe und mussten ohne Erfolg zurückziehen. Berichte von Krankenhäusern deuteten darauf hin, dass Khalil kurz vor dem Tod stand, nachdem sie von einer Kopfverletzung und schweren Blutungen betroffen war.

Die Organisationen betonten, dass die Verzögerung der Rettung durch die israelischen Streitkräfte zur Todesursache von Khalil beigetragen hatte. Sie kritisierten die mangelnde Rechenschaftspflicht und die anhaltende Unfähigkeit der israelischen Kräfte, die Verletzung des Völkerrechts zu respektieren. Sie forderten ein Ende der Waffenlieferungen an Israel und gezielte Sanktionen gegen die Verantwortlichen für die laufenden Verbrechen.

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