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Konflikt

Israelischer Luftangriff in Libanon: Tote und Verletzte

Spannungen eskalierten weiter; Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden dauerten an

Ein israelischer Luftangriff im Süden des Libanon tötete eine Person und verletzte elf, so gab das Gesundheitsministerium Libanons bekannt. Der Angriff erfolgte in der Stadt Tebnine und traf ein Friedhof. Gleichzeitig wurde auch die Stadt al-Mansouri im Süden des Libanon bombardiert, was zur Flucht von Familien zwang.

Die israelische Armee erließ etwa dreißig Minuten vor dem Angriff eine Vertreibungsanordnung. Diese Anordnung begründete die Maßnahme mit der Zerstörung der Infrastruktur der Hisbollah in der Region als Reaktion auf die Verletzung des Waffenstillstands. In den vergangenen Wochen erlitten israelische Truppen zudem Verletzungen durch selbstgebaute Sprengfallen und Minen, die von der Hisbollah in Südlibanon ausgelegt wurden.

Der Mittwoch markierte die erste Vertreibungsanordnung seit Beginn des Waffenstillstands im Juni. Solche Anordnungen traten während der jüngsten Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah, die am 2. März begannen, nahezu täglich auf. Diese Auseinandersetzungen verdrängten mehr als eine Million Menschen im Libanon.

Seit dem Waffenstillstand im Juni besetzte Israel Teile des Libanon als sogenannte Sicherheitszone. Es setzte Bomben in diesem Gebiet fort und tötete Personen, die sich in die Nähe bewegten. Diese Vorgehensweise ähnelte der Situation in Gaza, wo Israel über sechzig Prozent des Streifens unter dem sogenannten „gelben Linie“ besetzte und dort Bomben setzte.

Zwischen den beiden Seiten liefen Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden. Die libanesische Regierung forderte den Abzug Israels, während Israel die Entwaffnung der Hisbollah forderte. Die Treffen in Rom dienten als Test für die Fähigkeit der libanesischen Armee, die Hisbollah fernzuhalten und ihre Infrastruktur zu zerschlagen.

Die Verhandlungen erzielten bisher drei „Pilotzonen“ im Südlibanon, wo die libanesische Armee die Kontrolle übernahm. Der Fortschritt in diesen Zonen verlief langsam, und die libanesische Regierung forderte einen schnelleren israelischen Abzug. Israel zeigte sich jedoch unwahrscheinlich, diese Forderung zu akzeptieren.

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