Ein israelischer Siedler steht im Verfahren wegen eines Angriffs auf eine französische katholische Nonne in Jerusalem vor. Der Vorwurf bezieht sich auf eine körperliche Übergriffung, die durch Feindseligkeit gegenüber einer Religionsgruppe motiviert war. Die Tat ereignete sich auf dem Berg Zion, nahe der Altstadt, und die betroffene Person war eine Forscherin an der französischen Schule für biblische und archäologische Forschung.
Der Verdächtige, identifiziert als Yona Simcha Schreiber, 36 Jahre alt, stammt aus einer Siedlung im besetzten Westjordanland. Er wurde bereits am 29. April festgenommen, und die Staatsanwaltschaft forderte seine Inhaftierung bis zum Ende des Gerichtsverfahrens. Schreiber sah sich mit dem Vorwurf des Angriffs mit Verletzungen konfrontiert, wobei die Motivation auf Feindseligkeit gegenüber einer Religionsgemeinschaft lag.
Auf Überwachungsaufnahmen zeigte sich, wie ein Mann die Nonne angriff und sie gewaltsam auf den Boden drängte, wodurch sie Gefahr lief, auf einen Steinblock zu treffen. Nach dem Angriff verließ der Mann die Szene, kehrte jedoch zurück und schlug die Nonne, bevor ein Passant eingriff. Die französische Botschaft in Jerusalem verurteilte die Tat und forderte die Verfolgung des Täters.
Die Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Jerusalem äußerte sich schockiert und verurteilte die Art und Weise des Vorfalls. Sie betonte, dass es sich hierbei nicht um einen isolierten Vorfall handele, sondern um ein besorgniserregendes Muster zunehmender Feindseligkeit gegenüber der christlichen Gemeinschaft und ihren Symbolen. Die israelische Außenministerin verurteilte ebenfalls die Handlung und betonte Israels Verpflichtung zum Schutz der Religionsfreiheit für alle Glaubensrichtungen.