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Politik

Jacinta Allan tritt als Premierministerin ab

Nach Turbulenzen und Führungsstreit gab die Premierministerin der Laborpartei in Victoria ihre Position auf

Jacinta Allan trat als Premierministerin von Victoria zurück. Die Entscheidung erfolgte nach nur achtundvierzig turbulenten Stunden für die Laborpartei, vier Monate vor der Landtagswahl. Allan verkündete, dass sie ihre Position als Staatsoberhaupt aufgab, um den Interessen der Partei und der Bevölkerung von Victoria zu dienen. Sie erklärte, dass sie die schwierige Entscheidung getroffen hatte, um wertvolle Zeit und Ressourcen zu schonen, die für die anstehende Wahl unerlässlich waren.

Allan hatte zuvor angekündigt, eine Führungsabstimmung zu antreten. Dies geschah, nachdem eine Gruppe von Abgeordneten ihr mitteilte, dass sie den Rückhalt der Parteiglieder verloren hatte und sie zur Rücktritt empfahl. Der stellvertretende Premierminister, Ben Carroll, bestätigte ebenfalls, dass er sich für die Laborführung kandidieren würde. Allan versicherte Carroll, dass er ihre „unbeschränkte Unterstützung“ besaß.

Vor einer Versammlung der Partei erklärte Allan, dass sie sich zurückziehen wollte, obwohl sie glaubte, eine Führungsabstimmung gewinnen zu können. Sie begründete dies damit, dass es die richtige Handlung für die Laborpartei und die Victoraner sei. Eine kontestierte Führung hätte Wochen der Instabilität vor der Wahl bedeutet, da der Abstimmungsprozess bis zu sechs Wochen in Anspruch nehmen konnte. Stattdessen beschloss Allan, die Versammlung am Dienstag zu leiten, um einen neuen Leiter zu wählen.

Diese Entscheidung ebnete Ben Carroll den Weg zu einer unangefochtenen Führungsposition. Sie verhinderte einen langwierigen Wahlprozess, der die gesamte Labor-Mitgliedschaft einbinden würde. Spekulationen über einen Führungsstreit hatten sich über Monate hinweg entwickelt, verstärkt durch schlechte Umfragewerte und Allans schwache persönliche Zustimmung. Zudem wuchs die Unterstützung für One Nation.

Allans Führung wurde auch von Vorwürfen im Zusammenhang mit dem „Big Build“ begleitet, da sie die Ministerin für Transportinfrastruktur war. Obwohl sie sich für kriminelles Verhalten entschuldigte, lehnte sie Aufforderungen zu einer königlichen Untersuchung ab. Dies führte zu Konflikten mit mehreren Abgeordneten, die eine solche Untersuchung für notwendig hielten. Carroll zeigte sich offen für eine königliche Untersuchung und äußerte die Hoffnung, die Lohnstreitigkeiten zwischen Regierung und Lehrern zu lösen sowie die wirtschaftlichen Leistungen der Partei zu verbessern.

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