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Japan erhöhte Visagebühren um das Fünffache

Erste Preisanpassung seit 1978; Währungsschwäche und Tourismuswachstum im Fokus

Japan führte eine Fünffacher Erhöhung der Visagebühren für alle Ausländer ein, was die erste Preisanpassung seit 1978 darstellte. Diese Revision trat ab dem 1. Juli in Kraft. Die Gebühren für Einreisevisa stiegen von 3.000 Yen auf 15.000 Yen an, während die Kosten für Mehrfacheinreisevisa von 6.000 Yen auf 30.000 Yen anstiegen. Der Außenminister Toshimitsu Motegi erklärte gegenüber Journalisten, dass diese Anpassungen die Inflation und die Wechselkursschwankungen widerspiegelten. Er fügte hinzu, dass man keine unmittelbare Auswirkung auf den Einreise-Tourismus antizipierte.

Die Yen-Währung schwächte sich kontinuierlich seit 2021 ab und erreichte nun historische Tiefststände, die 40-Jahres-Niedrigststände näherten. Dieses wirtschaftliche Umfeld, kombiniert mit dem starken Anstieg des Reisens nach der Pandemie, führte zu einem Boom der Besucherzahlen in Japan. Das Land empfing im vergangenen Jahr einen Rekord von 42,7 Millionen internationalen Touristen.

Zusätzlich zu den Visagebühren ergriff die Obere Kammer Japans im Mai eine Gesetzesinitiative, um andere Gebühren für Ausländer anzuheben. Unter dieser Revision stieg die gesetzliche Obergrenze für Anträge auf dauerhaften Aufenthalt um auf 300.000 Yen, was das aktuelle Limit von 10.000 Yen um das Dreißigfache erhöhte. Auch die Kosten für die Änderung des Aufenthaltsstatus oder die Verlängerung der Aufenthaltszeit stiegen von 10.000 Yen auf 100.000 Yen an.

Die Behörden, welche die Gebührenerhöhungen forderten, argumentierten, dass Japan seine Visas- und Aufenthaltsgebühren enger an die der anderen G7-Wirtschaften anpassen müsse. In den Vereinigten Staaten beispielsweise bewegten sich die Antragsgebühren für Nicht-Einwanderungsvisa zwischen 185 und 315 US-Dollar. Für Besucher des Vereinigten Königreichs kostete ein Standard-Kurzzeitvisum mit einer maximalen Aufenthaltsdauer von sechs Monaten 135 Pfund Sterling.

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