In Ostjapan starben mindestens vier Menschen und fünf weitere wurden verletzt, als Rekordniederschläge die Präfektur Chiba nahe der Hauptstadt Tokio heimsuchten. Die Behörden beschrieben den Regen als „beispiellos“ und riefen eine fünfte Alarmstufe aus. Diese extreme Wetterlage führte zu massiven Beeinträchtigungen: Mehr als zwanzigtausend Haushalte verloren den Strom, und sieben Tausend Reisende blieben über Nacht am Flughafen Narita fest.
Die lokalen Behörden erließen am Donnerstag eine fünfte Warnstufe, die am Freitagmorgen auf eine vierte Stufe reduziert wurde. Dennoch blieben die Warnungen vor Erdrutschen und Überschwemmungen bestehen. Die anhaltende Flutgefahr veranlasste die Evakuierung von über hunderttausend Haushalten, nachdem der Regen Erdrutsche und Stromausfälle ausgelöst hatte.
Die meteorologische Behörde Japans erklärte, dass die jüngste Flut durch warme, feuchte Luft, die in das östliche Land strömte, kombiniert mit kalter Luft darüber verursacht wurde. Diese Kombination erzeugte atmosphärische Bedingungen, die als äußerst instabil galten. Die Niederschläge erwarteten sich bis Ende Freitag.
Der Gouverneur von Chiba, Toshihito Kumagai, betonte die außergewöhnliche Natur der Situation. Er erklärte gegenüber Journalisten, er habe viele Katastrophen erlebt, jedoch nie eine Lage wie diese gesehen. Er merkte an, dass die Menge des Niederschlags über dreimal dem Durchschnittsregen im August lag und die höchste Niederschlagsmenge, die jemals im Land verzeichnet worden war.
Unter den Todesopfern befand sich eine Frau, die auf einer überschwemmten Straße in ihrem Auto ertrank. Zwei weitere Personen stürzten sich entlang der Straßen und starben später. Verschiedene Bahnverbindungen blieben am Freitagmorgen unterbrochen, und einige wichtige Autobahnen wurden ebenfalls gesperrt. Währenddessen berichtete eine Frau aus Ichikawa über die plötzliche Natur des Ereignisses und ihre Sorge um die Fortführung ihres Geschäfts aufgrund des Stromausfalls.