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Politik

Japanischer Verteidigungsminister besuchte Australien zur Besprechung der Verteidigungszusammenarbeit

Der Besuch erfolgte im Kontext der jüngsten diplomatischen Spannungen und der strategischen Partnerschaft

Der Verteidigungsminister Japans, Shinjiro Koizumi, reiste diese Woche nach Canberra. Der Besuch stellte die höchste Ebene der Interaktion mit Australien dar und fand im Zusammenhang mit der Kontroverse über Kommentare von Anthony Albanese bezüglich einer Melonen-Präsente von Premierministerin Sanae Takaichi statt.

Koizumi traf sich am Dienstag mit seinem australischen Amtskollegen und stellvertretenden Premierminister Richard Marles. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Beschaffung der Mogami-Klasse-Fregatten Japans durch die Royal Australian Navy sowie auf die Stärkung der Sicherheitskooperation. Koizumi wird als potenzieller zukünftiger Premierminister Japans betrachtet, wobei sein Vater Junichiro Koizumi von 2001 bis 2006 Premierminister war.

Der Besuch erfolgte nach einer Woche, in der Albanese sich gegen Kommentare auf dem Bush Deep Podcast verteidigte, der letzten Monat veröffentlicht worden war. Er thematisierte die von Takaichi präsentierten japanischen Melonen und äußerte sich in einer Weise, die zu Interpretationsspielraum führte. Die Opposition kritisierte Albanese dafür, die engen Beziehungen zu einem der wichtigsten Partner Australiens in Asien aufs Spiel gesetzt zu haben.

Die japanische Botschaft äußerte sich öffentlich, dass die Regierung Takaichi eine diplomatische Eskalation vermeiden wollte. Erst am Mittwoch gab die Botschaft mit ihrem aktuellen Botschafter Kazuhiro Suzuki eine Stellungnahme ab, welche keine weiteren Anmerkungen zu Albaneses Verhalten enthielt. Suzuki betonte, dass die Begegnung in einer entspannten Atmosphäre stattfand und eine persönliche Vertrauensbeziehung zwischen den beiden Führern gefördert habe.

Marles betonte die gemeinsame Verpflichtung zur regionalen Sicherheit und die Weiterentwicklung der Verteidigungszusammenarbeit. Es wurden gemeinsame Anstrengungen zur Entwicklung und Produktion von Verteidigungsfähigkeiten, zur Erprobung fortschrittlicher Waffen sowie zur Verbesserung von Ausbildung und Übungen vereinbart. Diese Kooperation umfasste auch den Austausch von Informationen und Geheimdienstzusammenarbeit. Australien hatte sich bereits im August des Vorjahres auf den Kauf von drei Mogami-Klasse-Fregatten für die Marine festgelegt, wobei die Anschaffung über ein Jahrzehnt hinweg zehn Milliarden Dollar kosten sollte.

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