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Kultur

Japanisches Milchbrot erobert den britischen Markt: Wie soziale Medien die kulinarische Landschaft veränderten

Die Verbreitung des japanischen Shokupan und seine Auswirkungen auf Supermärkte und Gastronomie

Ein einfaches, weiches und dennoch robustes Gebäck erlangte in Großbritannien durch die Verbreitung auf Plattformen wie TikTok eine enorme Popularität. Eine Auswahl frisch gebackener Milchbrötchen, goldbraun und mit geschmolzener Butter glänzend, füllte die Bildschirme. Diese Videos zeigten die zarte, luftige Innenstruktur des Brotes und trieben die fluffigen Rollen in die britischen Supermärkte. Das japanische Milchbrot, oder Shokupan, erlebte somit einen globalen Durchbruch.

Das Gebäck besitzt seine Wurzeln in einer Backtradition, die durch den westlichen Kontakt nach Japan eingeführt wurde. Im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts entwickelten sich die modernen japanischen Milchbrötchen, als Bäcker europäische Techniken an lokale Geschmäcker anpassten. Diese Entwicklung ermöglichte es dem Gebäck, eine einzigartige Kombination aus Weichheit und Festigkeit zu entwickeln, die es von anderen Brotsorten unterschied.

Die weltweite Bekanntheit japanischer Speisen fand nicht nur durch das Milchbrot, sondern auch durch andere kulinarische Kreationen statt. Japanische Tiefkühlsandwiches inspirierten in London eine ganze Reihe von Restaurants, während luftige Soufflé-Pfannkuchen, zarte Crêpes und die charakteristische Frucht-Sando – frisches Obst und Sahne zwischen Scheiben des weichen Milchbrotes – eine treue Anhängerschaft online fanden.

Die wachsende Nachfrage nach japanischer Küche spiegelte sich auch in den Supermärkten wider. Waitrose verzeichnete einen Anstieg der Verkäufe von Miso-Paste um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und die Verkaufszahlen der Miso-Suppenpaste stiegen um 22 Prozent. Emilie Wolfman, Produktentwicklerin bei Waitrose, bezeichnete den Aufstieg des Milchbrotes als einen der aufregendsten kulinarischen Trends, die von den sozialen Medien in die Mainstream-Küchen gelangten.

Die Popularität des Brotes wurde auch durch spezifische gastronomische Ankerpunkte gefördert. Londoner Burger-Restaurants, die ihre Smash-Burger in Milchbrötchen servierten, sowie ostasiatische Bäckereien präsentierten diese Spezialität. Auch in der gehobenen Gastronomie fanden Köche den Anreiz, Milchbrot zu verwenden, da es sich schnell und einfach zubereiten ließ. Tomás Gormley, Chef-Patron des Restaurants Cardinal, erwähnte, dass seine erste Patissierin eine Rezeptur entwickelte, die bis heute verwendet wurde, und dass Milchbrot logistisch ein Erfolg sei, da es weniger butterreich sei als die französische Brioche.

Experten betonten die Bedeutung der Präsentation und der handwerklichen Qualität. Michael Booth, Autor von „Sushi and Beyond“, sah eine perfekte Übereinstimmung zwischen der japanischen Fokussierung auf Ästhetik und den sozialen Medien. Er merkte an, dass die japanische Küche bereits vor über einem Jahrzehnt eine Führungsrolle in der Präsentation ihrer Speisen einnahm. Tim Anderson, ein Restaurator, empfahl, dass britische Bäckereien und Supermärkte den Fokus auf die Entwicklung der Teigstruktur und des Glutens legen sollten, da diese die einzigartige Kombination aus Festigkeit und Weichheit des Milchbrotes bestimmen.

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