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Politik

Forscherin von Johns Hopkins in Baltimore verhaftet

Zunehmende Koordination zwischen Grenzschutz und Luftfahrtbehörde wirft Fragen zur Datenweitergabe auf

Eine öffentliche Gesundheitsforscherin der Johns Hopkins University wurde in Louisiana in ein Haftzentrum des Department of Homeland Security überstellt. Fatima Ameaka, eine leitende Analystin am Zentrum für Innovationsforschung im Bereich Ausbruchsreaktion der Bloomberg School of Public Health, wurde von Bundesbeamten bei der Einreise in Baltimore verhaftet. Die Verhaftung erfolgte am Baltimore-Washington International Thurgood Marshall Flughafen, woraufhin ihr Verstoß gegen die Visabestimmungen angeklagt wurde.

Die Festnahme folgte auf einen Anstieg der Verhaftungen an Flughäfen und eine verstärkte Abstimmung zwischen der Immigration and Customs Enforcement (ICE) und der Transportation Security Administration (TSA). Es wurden kürzlich Dokumente veröffentlicht, welche eine Datenweitergabe vereinbarten, die den Beamten Zugang zu Passagierinformationen für die „Luftfahrtssicherheit“ gewährte. Diese Vereinbarungen zeigten, dass die Behörden zusammenarbeiteten, um Informationen über Reisende zu sammeln und zu verarbeiten.

Es gab zahlreiche Gründe, warum eine ansonsten „legale“ Einwanderin mit einer abgelaufenen Visumkarte „übersaß“. Die Verwaltung der Visumverlängerungen und die Suche nach einem dauerhaften Aufenthaltsstatus stellten oft bürokratische Hürden dar. Die Regierung unter Donald Trump priorisierte im Rahmen ihrer Maßnahmen zur Verweisung von einer Million Menschen pro Jahr nahezu jeden Fall der Verhaftung und Entfernung aus dem Land.

Das Department of Homeland Security erklärte, dass Frau Ameaka im Juni 2023 mit einem Visum in die Vereinigten Staaten eingereist sei und sie rechtmäßig bis Mitte 2024 bleiben dürfe. Eine Sprecherin der Behörde betonte, dass die Inhaftierung eine bewusste Entscheidung sei. Die Verhaftung folgte zudem einer Reihe von Festnahmen, die internationale Wissenschaftler an renommierten Institutionen betrafen.

Die Johns Hopkins University äußerte tiefe Besorgnis über die Verhaftung der Forscherin. Ein Sprecher der Universität versicherte der Gemeinschaft, dass die Universität aktiv Unterstützung für Frau Ameaka bereitstellte und sicherstellte, dass sie Zugang zu rechtlicher Vertretung hatte. Die Dokumente zeigten, dass die Behörden formelle Verfahren zur Speicherung von Informationen aus der Luftfahrtbehörde etabliert hatten. Kritiker bemängelten, dass diese Partnerschaft zwischen der TSA und der ICE von der Verwaltung nicht ausreichend offengelegt wurde.

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