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Politik

Journalisten verurteilten Verweigerung von Wahl- und Reiserechten für ehemaligen Redakteur

Der Sonderrevisionsprozess der Wahlkommission führte zur Entfernung von Millionen von Wählern.

Eine führende Berufsvertretung von Journalisten in Indien verurteilte die Verweigerung von Wahl- und Passrechten für einen ehemaligen Redakteur. R. Rajagopal, der für die Zeitung The Telegraph tätig war, erklärte, dass die Erneuerung seines Reisepasses verzögert wurde, nachdem sein Name während einer umstrittenen Überarbeitung der Wählerlisten in Westbengalen aus dem Wählerverzeichnis entfernt worden war.

Diese Überarbeitung, bekannt als Sonderintensive Revision (SIR), wurde von der Wahlkommission Indiens (ECI) durchgeführt, um unberechtigte Wähler zu identifizieren. Kritiker behaupteten, dass diese Maßnahme Millionen berechtigter Wähler fälschlicherweise entfernt hatte, eine Anschuldigung, die die ECI jedoch zurückwies. Die Redakteuregiment von Indien betonte in einer Erklärung, dass Rajagopals Fall die Notlage vieler Inder aufgrund der SIR-Maßnahme verdeutlichte. Sie argumentierten, dass die Entzug von Wahlrechten für eine einflussreiche Persönlichkeit wie Rajagopal die Lage der einfachen Bevölkerung noch verschlimmern konnte.

Seit Beginn der SIR-Maßnahme am 4. November 2025 in zwölf Bundesstaaten und föderal verwalteten Gebieten entfernte man etwa 60 Millionen Namen aus den Wählerverzeichnissen. Etwa neun Millionen dieser Namen befanden sich in Westbengalen. Rajagopal gehörte zu den Tausenden, die diese Entscheidung vor Gericht anprangerten. Er berichtete, dass sein Name trotz seiner Tätigkeit als Redakteur der The Telegraph und seiner Mitgliedschaft als Wähler seit 2010 entfernt worden war, da weder sein noch sein Vaters Name in den Wählerverzeichnissen von 2002 gefunden wurde.

Rajagopal beklagte, dass ihm keine Begründung für seine Exklusion aus der Wählerliste gegeben wurde, selbst nach Vorlage seines Matrikelzeugnisses, und dass sein Antrag nun vor einem Tribunal lag, das gemäß den Anweisungen des Obersten Gerichtshofs eingerichtet worden war. Er führte aus, dass die Behörden ihm später mitteilten, dass die polizeiliche Überprüfung für die Passerneuerung nicht abgeschlossen werden konnte, weil sein Name aus dem Wählerverzeichnis entfernt worden war.

Die Angelegenheit zog weitreichende Aufmerksamkeit in den sozialen Medien auf. Veteranenjournalisten und Oppositionspolitiker unterstützten Rajagopal und drängten die ECI, seine Wahlrechte wiederherzustellen. Ein Sprecher der Kongresspartei behauptete, Rajagopal zahle einen Preis für seine journalistische Arbeit und seine Forderungen nach Rechenschaft. Gleichzeitig warnte der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Indiens, dass die SIR-Maßnahme die ärmeren und gefährdeten Bevölkerungsgruppen des Landes enteignen würde, obwohl nun auch ein angesehener Redakteur wie Rajagopal sein Wahlrecht verwehrt bekam.

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