Ein Jugendlicher wurde freigesprochen, nachdem er angeklagt worden war wegen der Planung von Anschlägen gegen den damaligen Oppositionsführer Peter Dutton und eine Demonstration am Labour Day. Die Jury fasste ihre Entscheidung am Donnerstag nach zwei Tagen der Beratung. Der junge Mann, dessen Identität aus rechtlichen Gründen nicht genannt wurde, stand vor dem Obersten Gerichtshof in Brisbane vor dem Vorwurf der Vorbereitung terroristischer Handlungen.
Die Familie des Jugendlichen, der nun siebzehn Jahre alt war, reagierte schockiert, als das Urteil verkündet wurde. Das Verfahren betraf den Fall, in dem der junge Mann im Juli 2024 Scooter fuhren musste, um Nägel, Metallrohre und Zutaten für Sprengstoffe zu erwerben. Die Ermittler zeigten der Jury zahlreiche Textnachrichten, Online-Beiträge und handschriftliche Tagebucheinträge. Diese Dokumente zeigten die Fixierung des Jugendlichen auf bekannte Terroristen, darunter den Oklahoma City-Bomber und den Attentäter auf die Moschee in Christchurch.
Der Jugendliche kommunizierte mit einem Freund über einen fiktiven Terroranschlag aus dem Film Fight Club, in dem Gebäude gesprengt wurden. In seinem Tagebuch schrieb er über eine „autistische Interesse an Bomben“, was auf eine tiefgreifende psychische Verstrickung hindeutete. Der Verteidiger argumentierte, dass der Jugendliche lediglich einen „knackigen Witz“ gemacht hatte, als er über die Bombardierung der Labour Day-Parade sprach.
Der Staatsanwalt hingegen behauptete, das Ziel der geplanten Anschlagskampagne sei gewesen, die Argumentation aufzuzeigen, dass die Menschheit durch moderne Industrien und Technologien schlechter gestellt sei. Zudem zeigte der Jugendliche eine Obsession für fiktive Outlaws aus dem Videospiel Red Dead Redemption 2.
Im Zentrum des Verfahrens stand jedoch der mentale Zustand und die Absicht des Jugendlichen zum Zeitpunkt der Handlungen. Der Verteidiger betonte, dass der junge Mann experimentierte nicht nur mit Sprengstoffen, sondern auch mit Ideen und Überzeugungen, und er suchte extremistisches Material aus widersprüchlichen Quellen im Internet. Die gerichtliche Entscheidung fokussierte sich somit auf die Intention hinter den Handlungen des Jugendlichen.