Die Justizminister trafen sich in Darwin, um die Reform der Überprüfungen für den Umgang mit Kindern zu erörtern. Die Treffen resultierten aus schwerwiegenden Vorwürfen bezüglich Sicherheitsverstößen und Kindesmissbrauch im Bereich der Kinderbetreuung. Ziel der Gespräche war die Nationalisierung der Überprüfung für den Umgang mit Kindern, welche durch die aktuellen Vorfälle vorangetrieben wurde.
Die Justizminister erörterten die Notwendigkeit, ein einheitliches System zu schaffen. Die Bundesjustizminister stellten vor, dass eine vollständig nationalisierte Struktur erst Mitte 2028 in Kraft treten würde. Die Koalition übte in jüngster Zeit Druck auf den Regierungszeitplan aus und kritisierte die Verzögerung der nationalen Systemimplementierung.
Die Bundesjustizministerin Michelle Rowland erklärte, dass die Justizminister die Einigung über eine Mindestbasis an Straftaten anstrebten. Diese Basis sollte Personen automatisch daran hindern, eine Überprüfung für den Umgang mit Kindern zu erhalten oder zu besitzen. Zudem diskutierten sie Mindeststandards für die Risikobewertungsprozesse bei solchen Überprüfungen.
Rowland betonte, dass alle Regierungen signifikanten Fortschritt bei der Entwicklung eines nationalen Ansatzes zur Überprüfung des Umgangs mit Kindern erzielt hätten. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass ihre Kollegen in den Bundesstaaten und Territorien den nächsten Schritt tun würden und einheitliche Mindeststandards sowie den Informationsaustausch vereinbarten.
Parallel dazu setzte sich ein Rechtsstreit über indigene Landrechte fort. Die Inhaber des Stammesrechts lehnten eine gerichtliche Anordnung für eine Entschädigung in Höhe von 150 Millionen Dollar ab. Die Bundesgerichte hatten im Mai angeordnet, dass das Unternehmen Fortescue die Summe an die Yindjibarndi Ngurra Aboriginal Corporation zahlen musste, weil es auf deren Land ohne Zustimmung abgebaut und kulturelle Stätten zerstört worden waren.
Die Mitglieder der Yindjibarndi Stammesrechtsorganisation stimmten bei einer kürzlichen Versammlung einstimmig für einen Rechtsweg. Sie suchten damit nach weiteren Entschädigungen vom Bergbauunternehmen. Der Gruppenvorstand Michael Woodley betonte, dass die Entscheidung die starke Verbindung zwischen dem Yindjibarndi-Volk und ihrem Land widerspiegelte und die Zukunft der nachfolgenden Generationen in den Vordergrund stellte.