Ein ehemaliger militärischer Bunker wurde in ein luxuriöses Wohnprojekt umgewandelt. In Debert, Nova Scotia, Kanada, plante der Krypto-Mogul Jonathan Baha’i die Umwandlung des 64.000 Quadratfuß großen nuklearen Schutzbunkers in krisensichere Wohnungen. Das Projekt, das 50 Einheiten umfasste, sollte den Bewohnern eine garantierte Zuflucht vor Katastrophen bieten. Baha’i argumentierte, dass die zunehmende globale Unsicherheit eine Nachfrage nach einer Versicherungspolice für die Bevölkerung schuf.
Der Bunker, bekannt als der Diefenbunker, diente ursprünglich als Versammlungsort für eine Besatzung während des Zweiten Weltkriegs und war darauf ausgelegt, einen nahezu nuklearen Einschlag zu überstehen. Nach seiner Stilllegung im Jahr 1996 fungierte er als regionales Notfallwarnzentrum. Nun verfolgte Baha’i einen neuen Ansatz: die Schaffung einer autarken Gemeinschaft, die durch Gourmetküche, biometrischen Zugang und rund um die Uhr Überwachung ausgestattet war.
Für das Projekt arbeitete Baha’i mit der deutschen Firma Bespoke Home und Yacht Security zusammen. Die Renovierungspläne umfassten zudem die Installation eines Saunas, eines Yoga-Raumes und eines Führerslounges. Ein angrenzender Bunker diente der landwirtschaftlichen Produktion, während moderne Beleuchtung natürliche Lichtverhältnisse nachbildete. Die Eigentümer teilten die Gewinne, und die Mieteinheiten wurden für Hotelaufenthalte vermietet.
Baha’i distanzierte sich vom Begriff des „Apokalypse-Bunkers“. Er betonte, dass es nicht um das Ende der Welt ging, sondern um eine pragmatische Vorbereitung auf jegliche Art von Sturm. Er betonte die Selbstversorgung und die Unabhängigkeit des Komplexes, was ihn als eine Art „sehr sicheres, schönes Mietobjekt“ beschrieb.
Die Umwandlung des Bunkers stellte die Frage nach der Nutzung historischer militärischer Infrastruktur. Während die Investoren den kommerziellen Nutzen sahen, äußerten einige lokale Akteure Bedenken hinsichtlich der Privatisierung von Kulturerbe. Zudem bemerkten Kritiker die hohen Mietpreise und die Sorge, dass die Wohnungen für die breite Bevölkerung unerreichbar blieben. Dennoch sah die Stadtverwaltung die Entwicklung positiv und bestätigte, dass die Anwohner keine Einwände gegen das Projekt äußerten.