Ein Kameramann der qatarischen Nachrichtenagentur Al Jazeera wurde in einem israelischen Schlag in Gaza getötet. Der Journalist Ahmed Wishah wurde am Samstag in einem Angriff auf ein Haus im Flüchtlingslager Bureij in Zentral-Gaza getötet, so die Nachrichtenagentur. Wishah gehörte damit zu den mindestens 260 palästinensischen Journalisten, die seit Beginn des israelischen Konflikts in Gaza im Oktober 2023 ums Leben kamen.
Al Jazeera verurteilte den Vorfall scharf und bezeichnete ihn als einen neuen und flagranten Verstoß gegen alle internationalen Gesetze und Normen. Die Agentur betonte, dass der Angriff ein fortgesetztes systematisches Vorgehen darstellte, das darauf abzielte, Journalisten zu töten und die Stimme der Wahrheit zum Schweigen zu bringen.
Die palästinensischen zivilen Verteidigungsbehörden berichteten zeitgleich, dass Ahmeds Bruder am 8. April dieses Jahres durch israelische Artillerie getötet worden war, als er in seinem Fahrzeug unterwegs war.
Nach dem Tod von Wishah erklärte die israelische Armee, sie habe den Schlag durchgeführt. Die israelische Verteidigungsstreitkräfte bestätigten, dass sie einen Angriff auf Ahmed Wishah verübt hatten und bezeichneten ihn dabei als Hamas-Terroristen. Ein Sprecher der Streitkräfte teilte mit, dass eine Stellungnahme mit weiteren Details veröffentlicht würde.
Die Menschenrechtskommission für Journalisten wies darauf hin, dass die Zahl der ermordeten Journalisten seit Oktober 2023 signifikant gestiegen war und die Gefahr für die Pressefreiheit in diesem Konflikt zunahm.