Ein schnell fortschreitendes Waldbrandfeuer in einem abgelegenen Teil Westkanadas verdoppelte seine Größe und zwang Tausende von Menschen zur Flucht aus ihren Häusern. Das Feuer, das am Freitag erstmals entdeckt wurde, breitete sich rasch aus und erfasste nunmehr über 36 Quadratmeilen (95 Quadratkilometer) in den Distrikten Summerland und Okanagan-Similkameen in British Columbia, berichtete die BC Wildfire Service.
Erick Thompson, ein Notfallbeamter der Regionalen Distrikte Okanagan-Similkameen, bezeichnete das Ereignis als eines der „schnellsten und größten Brände in solch kurzer Zeit“, die er in der brandgefährdeten Region beobachtet hatte. Das Feuer blieb bis Samstagmorgen „außer Kontrolle“.
Als das Feuer näher kam, befahl man der gesamten Bevölkerung von Summerland, die etwa 12.000 Einwohner umfasste, die Evakuierung. Ebenso wurden etwa 8.000 Bewohner der benachbarten Gemeinde Peachland aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Gleichzeitig verloren die Bewohner von Summerland früh am Samstag den Strom, wie die Stadtbeamten mitteilten.
Am Freitagabend gab Thompson vom schnell ausbreitenden Feuer aus dem Notfallbetriebszentrum Auskunft. Am darauffolgenden Morgen veröffentlichte er jedoch ein Video aus seinem Fahrzeug, in dem er erklärte, dass er das Zentrum verlassen hatte, um seine eigene Familie zu evakuieren. Er sagte: „Ich musste das Notfallzentrum verlassen, um meine Familie zu holen und sie aus diesem Gebiet zu bringen. Wir fuhren nach Süden“.
Es blieb unklar, wie viele Gebäude durch die Flammen zerstört worden waren. Zudem hatten die Bewohner von Okanagan viele Pferde, deren Evakuierung die Anwohner stark belastete. Einige Besitzer ließen ihre Gehege offen, in der Hoffnung, dass die Tiere ihren Weg in die Sicherheit fanden. Andere Eigentümer malten Markierungen auf ihren Tieren, um deren Identifizierung später zu erleichtern, berichtete die kanadische Rundfunkanstalt CBC.