Ein kanadischer Tourist testete positiv auf Hantavirus, nachdem er ein Luxuskreuzfahrtschiff verlassen hatte, das von einem Ausbruch des Anden-Stamms des Virus betroffen war. Die zuständige Gesundheitsbeamtin in British Columbia erklärte, dass die betroffene Person in stabilem Zustand sei. Der Fall trat nach der Entwicklung milder Symptome in einem Krankenhaus in Victoria, British Columbia, auf Vancouver Island auf.
Die betroffene Person war Teil einer Gruppe von vier Kanadiern, die auf der Insel isoliert wurden, nachdem sie das MV Hondius verlassen hatten. Das Schiff, ein niederländisches Luxusfrachter, hatte am 1. April eine Polartour in Argentinien unternommen. Die Gruppe bestand aus zwei Paaren, eines aus Yukon und das andere aus British Columbia. Die Behörden erklärten, dass das Yukon-Paar in British Columbia getestet wurde, da dort keine entsprechende medizinische Versorgung im nördlichen Territorium verfügbar war.
Die Gesundheitsbeamtin betonte, dass die vier Personen keinen Kontakt zur Öffentlichkeit hatten, als sie von ihrem Flug nach Victoria transferiert wurden. Die Analyse des Virus zeigte, dass der Anden-Stamm des Hantavirus schwere Lungenkrankheiten verursachen konnte, die bei bis zu fünfzig Prozent der Fälle tödlich endeten, wie die Weltgesundheitsorganisation berichtete.
Hantaviren sind in der Regel durch Nagetiere verbreitet, konnten jedoch in seltenen Fällen auch von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Gesundheitsbehörden äußerten, dass das Risiko einer Verbreitung des Virus gering sei. Dennoch erforderten die Umstände des Vorfalls eine sorgfältige Überwachung der betroffenen Reisenden und der lokalen Gesundheitslage.