Ein Kanadier, der auf der Kreuzfahrt MV Hondius, welche im April von einem Hantavirus-Ausbruch betroffen war, mitreiste, testete positiv auf die Krankheit. Die Behörden in der Provinz British Columbia gaben an, dass die betroffene Person mildere Symptome entwickelte. Der Einzelne, einer von vier Personen, die nach Verlassen des Schiffes auf Vancouver Island isoliert wurden, zeigte die ersten Anzeichen der Erkrankung.
Der leitende Gesundheitsbeamte der Provinz erklärte, dass die vier Personen keinen Kontakt zur Öffentlichkeit hatten, seit sie in Kanada angekommen waren. Dieser Fall erhöhte die Gesamtzahl der Infektionen auf elf, alle betrafen Passagiere der Kreuzfahrt. Drei Personen, die auf dem Schiff reisten, starben, und zwei Fälle wurden als bestätigte Infektionen eingestuft. Die Gesundheitsbeamtin Bonnie Henry teilte mit, dass der Test der Person am Freitag als vorläufig positiv ausfiel, was bedeutete, dass die Bestätigung durch ein nationales mikrobiologisches Labor noch ausstehen blieb.
Dr. Henry betonte, dass Hantavirus ein Virus sei, das sich grundlegend von anderen Atemwegsviren wie Covid, Influenza oder Masern unterschied. Sie fügte hinzu, dass das Virus weiterhin nicht als potenziell pandemisch eingestuft wurde. Von den sechs Kanadiern, die auf dem niederländischen Schiff befanden, isolierten zwei Personen in ihrer Heimat in Ontario. Zwei weitere Paare isolierten auf Vancouver Island, einer aus British Columbia und einer aus Yukon. Die positiv getestete Person stammte aus Yukon.
Die Kreuzfahrt, die am 1. April aus Argentinien segelte, legte ihren Anker weniger als eine Woche zuvor in Teneriffa, den Kanarischen Inseln Spaniens. Die 147 Passagiere und Besatzungsmitglieder aus 23 Ländern konnten dann die Isolation aufnehmen. Die Weltgesundheitsorganisation hatte ursprünglich 21 Tage Isolation empfohlen, doch Dr. Henry erklärte, dass dieser Zeitrahmen nun angepasst werden könne.
Hantiaviren wurden üblicherweise von Nagetieren übertragen, doch die menschliche Übertragung der Anden-Stammvariante, die die Weltgesundheitsorganisation vermutete, dass einige Passagiere in Südamerika ansteckten, blieb möglich. Symptome der Erkrankung umfassten Fieber, extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Kurzatmigkeit. Die Behörden äußerten, dass das Risiko eines größeren Ausbruchs sehr gering blieb.