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Kultur

Kanye West- und Travis Scott-Konzerte abgesagt wegen Sicherheitsbedenken

Lokale Anliegen und Sicherheitsrisiken führten zur Unterbindung der Veranstaltungen in Italien

Der Konzerttermin von Kanye West in Reggio Emilia wurde abgesagt. Die Entscheidung fiel auf Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit. Der 48-jährige Rapper, der seinen Namen 2021 in Ye geändert hatte, sollte am 18. Juli im RCF Arena in Reggio Emilia auftreten. Der Bürgermeister der Stadt, Salvatore Angieri, stoppte die Aufführungen aufgrund von Anliegen der lokalen jüdischen Gemeinschaft. Diese Anliegen bezogen sich auf frühere antisemitische Äußerungen von West.

Ebenso wurde ein Konzert von Travis Scott am 17. Juli beim Hellwatt-Fest abgesagt. Dies geschah, weil die beiden Veranstaltungen an aufeinanderfolgenden Tagen angesetzt waren. Scott sah sich Kritik ausgesetzt, nachdem bei seinem Astroworld-Fest in Houston im Jahr 2021 zehn Personen im Alter zwischen neun und siebenundzwanzig Jahren gestorben waren.

Die Stadt Reggio Emilia beriet sich nach einer Besprechung über die Zukunft der Konzerte. Die Regierung erörterte die Probleme der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit, die mit den Auftritten des amerikanischen Künstlers und dem Ereignis von Travis Scott verbunden waren. Die Behörden erließen die Anordnung der Unterbindung beider Konzerte. Diese Entscheidung erfolgte, weil die Ereignisse an aufeinanderfolgenden Terminen im RCF Arena stattfanden. Die Maßnahme diente der Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit angesichts der großen Menschenmengen, die innerhalb von 24 Stunden erwartet wurden.

Die Gesamtbewertung berücksichtigte auch die früheren Konzertabsagen des amerikanischen Rappers in anderen Ländern. Zudem wurde das reale Risiko von Gegenkundgebungen in die Abwägung einbezogen. West hatte zuvor auch Probleme. Sein Auftritt in Marseille, Frankreich, wurde verschoben, nachdem ihm bereits im selben Monat ein britischer Visumverzicht erteilt worden war. Dies führte zur Absage seiner Hauptauftritte beim Wireless-Festival in London, bedingt durch Kritik an antisemitischen Äußerungen.

West veröffentlichte 2025 einen Song mit dem Titel „Heil Hitler“ und hatte zuvor eine Swastika-T-Shirt-Verkauf auf seiner Webseite beworben. Er wurde auch für das Posten von antisemitischen Tweets und die Beschreibung von Sklaverei als „eine Wahl“ kritisiert. Im Januar veröffentlichte West eine Vollseite in der Wall Street Journal als Entschuldigung mit dem Titel „Zu jenen, die ich verletzt habe“. Er erklärte, er sei weder ein Nazi noch ein Antisemit. Er fügte hinzu, dass seine bipolare Störung ihn in „eine viermonatige manische Episode psychotischer, paranoider und impulsiver Verhaltensweisen“ geführt hatte, welche sein Leben zerstört hatte. Nach der Absage seiner Wireless-Auftritte bot West an, sich mit der jüdischen Gemeinschaft in London zu treffen, um zuzuhören.

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