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Wirtschaft

Kardinal feierte 150-Millionen-Schlichtung für Bleivergiftung in Peru

Ein historischer Meilenstein nach fast zwei Jahrzehnten Rechtsstreit gegen multinationale Konzerne

Der peruanische Kardinal Pedro Barreto bezeichnete eine außergerichtliche Einigung in Höhe von 150 Millionen Dollar für über tausend Betroffene als „historischen Meilenstein“. Die Einigung betraf Personen, die durch die Emissionen eines toxischen Schmelzwerks, dem Doe Run Company, als Kinder verunreinigt worden waren. Die Nachricht kam, als Barreto in Rom traf, und zeigte die Anerkennung für die jahrzehntelange Verfolgung der Unternehmen, die für die gesundheitlichen Folgen verantwortlich waren.

Barreto, der ehemalige Erzbischof von Huancayo in den Anden, hatte eine nahezu zweijährige Kampagne gegen die US-Firma Doe Run geführt. Diese Firma, eine Tochtergesellschaft der Renco Group, wurde mit dem Vorwurf konfrontiert, die Bleiemissionen am peruanischen Mehrmetallschmelzwerk nicht ausreichend zu reduzieren. Die Klage, die 2007 vor Gericht begann, entwickelte sich zu einem Bundesverfahren mit über 1.373 Klägern, die nun erwachsene Personen waren. Jeder Anspruch konnte mindestens 100.000 Dollar erreichen.

Die Einigung beendete eines der längsten Rechtsstreitverfahren gegen ein multinationales Unternehmen in einem Land bezüglich Umweltverschmutzung und toxischer Exposition. Die Anwaltskanzlei Schlichter Bogard argumentierte, dass die amerikanischen Unternehmen für ihre Handlungen in einem fremden Land zur Rechenschaft gezogen wurden. Die Beteiligten betonten, dass die Verhandlungen durch die Leidenschaft und das Überzeugungswille der Beteiligten gewonnen wurden, welche die Entschädigung für die Exposition gegenüber Blei forderten.

Die gesundheitlichen Auswirkungen der Verschmutzung waren gravierend. Eine Studie des Blacksmith Institute identifizierte das Schmelzwerk in La Oroya als einen der zehn am stärksten verschmutzten Orte der Welt. Es stellte sich heraus, dass fast hundertprozentige der Kinder unter sechs Jahren in La Oroya Blutbleiwerte aufwiesen, die weit über den Grenzwerten lagen und Entwicklungsstörungen sowie niedrigere Intelligenzwerte verursachen konnten.

Barreto erlitt während seiner Aktivität und seiner Verfolgung von Todesdrohungen, oft von Mitarbeitern des Schmelzwerks, die ihre Existenzangst empfanden. Trotz dieser Widrigkeiten betonte Barreto, dass die lokale Bevölkerung die Anerkennung verdient hatte. Die Einigung stellte zwar keine vollständige Kompensation für den erlittenen Schaden dar, markierte jedoch den Abschluss eines langwierigen Kampfes und signalisierte, dass Gerechtigkeit erreicht worden war.

PeruUmweltRechtBleivergiftung

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