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Wissenschaft

Kennedy forderte Früherkennung bei Alzheimer, blockierte jedoch entscheidende Forschungsgruppe

Ein politischer Machtkampf verzögerte die Empfehlungen zur kognitiven Vorsorge

Der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. forderte eine bessere Früherkennung von Alzheimer. Er kritisierte die mangelnde Vorsorge und betonte die Notwendigkeit, Screening-Maßnahmen zu verbessern. Jedoch blockierte er gleichzeitig eine zentrale föderale Arbeitsgruppe, die entscheidende Wege zur Forschung und Implementierung von Screening-Methoden aufzeigen konnte.

Die Arbeitsgruppe, formell als US-Präventive Dienstleistungs-Taskforce (USPSTF) bezeichnet, plante, in diesem Jahr Empfehlungen zur Früherkennung kognitiver Beeinträchtigungen auszusprechen. Diese Empfehlungen sollten neben weiteren Themen wie der Vorsorge für Autismus und Lebensmittelallergien erfolgen. Experten äußerten jedoch Skepsis hinsichtlich der aktuellen Evidenz. Ein Professor für klinische Psychologie, der Mitglied der Gruppe war, erklärte, dass die Evidenz für die kognitive Vorsorge bei Demenz nicht stark sei. Er betonte, dass die verschiedenen Ansätze zur Bewertung der Präventionsdienste keine Einigkeit brachten.

Die Verwaltung der Trump-Regierung verhinderte die Versammlung der Taskforce seit März 2025. Zudem entließ die Regierung zwei Vorsitzende der Gruppe. Die Verwaltung hatte bisher keine neuen Mitglieder ernannt. Die Gruppe litt unter mangelnder Koordination und fehlender Konsens. Die Antwort der Taskforce bestand darin, mehr Mittel in den Aufbau der Evidenz zu investieren und Forschern die Freiheit zu geben, Screening-Studien durchzuführen, um die Wirksamkeit von Screening-Instrumenten zu klären.

Kennedy kritisierte die Untätigkeit der Gruppe scharf und forderte eine bessere Früherkennung. Er bezeichnete die zuständige Kommission als „apathisch und fahrlässig“ und betonte, dass Investitionen in die Forschung notwendig seien, um die notwendige Wissenschaft für die Verbesserung der Alzheimer-Früherkennung zu leisten. Die Gesundheitsbehörde hatte die Versammlung der Taskforce über ein Jahr verhindert und konnte mindestens acht Stellen nicht besetzen.

Die Forschung zur Alzheimer-Erkrankung erlebte durch die Politikunterbrechungen und die Kürzungen der Mittel eine Verzögerung. Einige Forscher berichteten, dass ihre Arbeit durch die Richtlinien des Gesundheitsministeriums gehemmt wurde. Es bestand die dringende Notwendigkeit, zuverlässige Screening-Methoden zu finden, da es für Alzheimer keine wirksame Behandlung gab. Die Suche nach zuverlässigen Tests war daher von großer Dringlichkeit.

Einige Forscher vermuteten, dass Kennedys Kritik auf neue Blutbiomarker-Tests für P-Tau217 anspielte. Obwohl diese Tests für ältere Menschen mit Symptomen von Alzheimer zugelassen wurden, warnten Experten vor einer breiten Einführung. Sie befürchteten, dass die Tests im realen Leben viele falsch-positive Ergebnisse lieferten. Die Forschung zur Entwicklung von Screening-Instrumenten erlitt ebenfalls durch die Politik. Die Finanzierung von Forschungszentren wurde gestoppt, was die Arbeit von Wissenschaftlern und die Durchführung klinischer Studien erschwerte.

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