Eine Sammlung von Reden und Schriften des Papstes Leo XIV wurde weniger als zwei Monate nach seiner Warnung vor der Gefahr der künstlichen Intelligenz als menschlich verfasst zertifiziert. Das australische Unternehmen, das von Dr. Alan Finkel geleitet wurde, führte eine Überprüfung der Schriften und Reden des Papstes in Zusammenarbeit mit der Australian Catholic University und Kardinälen im Vatikan durch. Diese Arbeit erfolgte im Kontext der Veröffentlichung des Buches „Maps of Hope“, welches in derselben Woche erschien, in der Leo seine erste Enzyklika, Magnifica Humanitas, veröffentlichte, welche die Gefahren der künstlichen Intelligenz und die Gefahr der Konzentration von Technologie in wenigen Händen warnte.
In der Enzyklika äußerte Leo, dass die künstliche Intelligenz verhindert werden müsse, dass sie die Menschheit dominierte. Er betonte zudem, dass die Technologie „menschenfreundlich“ sein müsse, allen zugänglich und der Diskussion sowie der Debatte offenstehen müsse. Finkel äußerte große Zuversicht in den Prozess, dass die Reden des Papstes von einem Menschen verfasst wurden, und das Unternehmen zertifizierte die Sammlung innerhalb eines Tages als menschlich geschaffen. Der Prozess erforderte, dass Autoren oder ihre Vertreter sich registrierten, eine Identitätsprüfung durchliefen und eine Erklärung unterzeichneten, wonach künstliche Intelligenz nicht zur Erstellung des ersten Entwurfs oder zur Formulierung von Sätzen und Absätzen genutzt werden durfte.
Das Unternehmen setzte daraufhin eine Reihe von Erkennungswerkzeugen ein, die verschiedene Nuancen in Schreibweise und Grammatik untersuchten. Finkel erklärte, dass sie eine Suite von vier oder fünf solchen Werkzeugen sowie einen eigenen Durchschnittsalgorithmus nutzten und diese Suite täglich überprüften, um ihre kontinuierliche Eignung zu gewährleisten. In diesem Fall gelang es der Sammlung, als erwartet, als rein menschlich zu bestätigen.
Die Nutzungsbedingungen des Dienstes legten fest, dass Zertifizierungen auf Basis der bereitgestellten Informationen und der durchgeführten Prüfungen erfolgten und die Zertifizierungen abgelehnt oder widerrufen werden konnten, falls eine Fälschung der Autorschaft vorlag oder die veröffentlichten Standards verfehlt wurden. Finkels Hoffnung bestand darin, dass Menschen die Informationen nutzen konnten, um festzustellen, ob eine Schrift von einem Menschen produziert worden war. Er betonte, dass dies ein fundamentales Recht für menschliche Wesen sei, insbesondere wenn es um religiöse Figuren ging. Er argumentierte, dass man erwarten dürfe, dass die wahre Expertise und die religiöse Weisheit des Priesters in einer Kirche spürbar waren. Das Wesen des Menschseins sei das Engagement mit anderen Menschen und der Austausch von Ideen und kreativen Gedanken.
Der Präsident und Vizepräsident der Australian Catholic University, Professor Zlato Skrbis, erklärte in einer Stellungnahme, dass angesichts der Geschwindigkeit, mit der Online-Inhalte generiert wurden, es wert sei, mit Zuversicht zu sagen, dass eine Arbeit ein Produkt menschlicher Reflexion und Urteilsfindung war.