Alarmierende Werbeanzeigen, die auf künstlicher Intelligenz basierten, überfluteten die sozialen Plattformen im Vorfeld der Wahl in Victoria. Diese Inhalte dienten dazu, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, wobei die Hintermänner dieser Kampagnen noch unklar blieben. Die Werbekampagnen fanden weniger als hundert Tage vor der Wahl statt und stießen Tausende von Aufrufen.
Einige Gruppen, darunter Fix Victoria und Better Victoria, investierten erhebliche Summen in diese digitalen Darstellungen. Fix Victoria, geleitet von erfahrenen politischen Akteuren, nutzte die Inhalte, um auf drei zentrale Themen zu fokussieren: Kriminalität, Korruption und die Staatsschulden. Diese Themen dienten als Gesprächsstoff für die Oppositionsparteien.
Die Organisation Fix Victoria operierte als eigenständige Einheit und schied sich von der Institute of Public Affairs ab, einem politischen Thinktank, der lange Zeit die Laborregierungen kritisierte. Experten stellten fest, dass die Gruppe ihre Mittel zur Finanzierung ihrer Aktivitäten durch Mitgliedsbeiträge sammelte. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Thinktanks erklärte, dass Fix Victoria eine Organisation sei, die auf die gesellschaftlichen Probleme fokussierte, anstatt primär auf politische Parteien.
Better Victoria gründete sich kurz darauf und setzte auf die Gegenüberstellung von Labor-Initiativen, wie dem Suburban Rail Loop, gegen Investitionen in Infrastruktur, Schulen und Krankenhäuser. Die Gruppe behauptete, ihre Aktivitäten seien vollständig mit den Wahlgesetzen von Victoria konform gewesen. Die Verantwortlichen versicherten, dass sie keine Verbindung zu politischen Parteien besaßen und die Finanzierung durch die Mitglieder verborgen blieb.
Die rechtliche Lage der Werbeaktionen stellte eine Herausforderung dar. Es existierten Schlupflöcher in den Wahlgesetzen, welche die Registrierung von Gruppen als dritte Parteien verhinderten, sofern sie keine Partei oder Kandidaten explizit förderten oder bekämpften. Obwohl Fix Victoria die rechtlichen Anforderungen für eine offizielle Registrierung nicht erfüllte, argumentierten Beobachter, dass die Anzeigen eindeutig darauf abzielten, die Wählerschaft zu beeinflussen.
Transparenzorganisationen betonten die Notwendigkeit der Offenlegung. Sie erinnerten daran, dass in anderen Bundesstaaten bei der Wahlkampfinvestition die Finanzierungsquellen offengelegt werden mussten. Es bestand die Notwendigkeit, dass die Bevölkerung wusste, wer hinter solchen Kampagnen stand und welche politischen Affilierungen diese Gruppen besaßen. Die Organisationen versicherten, die Sicherheit ihrer Mitglieder zu schützen, während die Öffentlichkeit die Transparenz der Finanzströme forderte.