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Wissenschaft

Klimakrise schwächte Gletscher: Studie enthüllt Ursache für verheerende Fluten in Nepal und Tibet

Wissenschaftler identifizierten eine Kombination aus Klimastress und geologischer Instabilität als Auslöser der Katastrophe

Eine verheerende Flut katapultierte über tausend Menschen in Nepal und Tibet in den letzten Monaten. Die Ursache lag in dem Zusammenbruch eines Gletschers, dessen Stabilität durch die Klimaveränderungen geschwächt worden war. Eine erste wissenschaftliche Untersuchung des Unglücks fand heraus, dass die globale Erwärmung die Geologie der Region destabilisiert hatte.

Forscher identifizierten ungewöhnlich warme Bedingungen vor dem Kollaps des Gletschers. Diese Bedingungen führten zum Abrutschen einer Schneemenge von 110 Kubikmetern in das Tal. Dies löste Flutwellen aus, die auf beispielloser Ebene die umliegenden Gemeinden unerwartet überfielen. Die Flut, die Wasser, Eis, Gestein und Sedimente mit sich riss, zerstörte Häuser, Infrastruktur und Verkehrswege und isolierte Überlebende.

Die Forschungsergebnisse zeigten, dass die Katastrophe nicht auf ein einzelnes Wetterereignis zurückzuführen war. Stattdessen stellte die Studie eine zusammengesetzte Krise dar, bei der jahrzehntelange atmosphärische Erwärmung durch Treibhausgase mehrere Faktoren verschärft hatte. Die Forscher stellten fest, dass die Klimaveränderung als destabilisierender Faktor auf die bestehende Geologie wirkte.

Zu den zentralen Befunden der Untersuchung gehörten die Tatsache, dass die Klimastressregion bereits etwa zwei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmt war. Zudem stiegen die Schmelztemperaturen in den Himalayen um etwa hundert Meter pro Jahrzehnt, was die durch Permafrost geformten Berghänge schwächte. Die fortschreitende Gletscherschmelze entfernte stabilisierendes Eis und lieferte Schmelzwasser zur Flut bei.

Die Ergebnisse unterstrichen die Notwendigkeit drastischer Maßnahmen. Ein Technischer Berater betonte, dass nur aggressive Reduktionen der globalen Emissionen die Verluste und Schäden für gefährdete Bevölkerungsgruppen mildern konnten. Nepal reichte eine formelle Bitte an den UN-Fonds für Verluste und Schäden ein und forderte von den großen Emittenten wie China und Indien eine gemeinsame Verantwortung für die Katastrophe. Die Untersuchung verdeutlichte, dass die Grenzen der lokalen Anpassung erreicht waren und dringendes Handeln zur Eindämmung der globalen Erwärmung erforderlich blieb.

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