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Wirtschaft

Klimakrise erhöhte die Kosten für Versicherungen und die britische Wirtschaft

Experten warnen vor einem Teufelskreis aus Risikopräzisierung und Inflationsdruck

Die steigenden Kosten für die Absicherung gegen die Klimakrise hatten weitreichende Auswirkungen auf die britische Wirtschaft. Während die Bevölkerung in der sengenden Hitze Südenglands täglich mit den Folgen extremer Wetterereignisse konfrontiert war, zeigte sich, dass die wirtschaftlichen Folgen der Klimakrise weit über die verlorenen Arbeitsstunden hinausgingen.

Die Finanzlobbygruppe TheCityUK und Swati Dhingra, Ökonomin und unabhängige Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Bank of England, machten diese Zusammenhänge deutlich. Ihr Bericht fokussierte auf die wachsende Herausforderung, Hausbesitzer und Unternehmen gegen die Kosten extremer Wetterereignisse abzusichern. Die Forscher argumentierten, dass traditionelle Methoden zur Risikobewertung unzuverlässig wurden, da die Wahrscheinlichkeit von Verlusten durch die Intensivierung klimatischer Gefahren nicht mehr stabil blieb. Dies schuf Schutzlücken, in denen Häuser und Existenzen angesichts natürlicher Katastrophen unversichert blieben.

Die TheCityUK betonte, dass die Schwierigkeiten bei der Preisgestaltung von Klimarisiken nicht nur ein Sektorproblem darstellten. Sie erklärten, dass diese Probleme weitreichende Folgen für das gesamte Finanzsystem hatten. Sie sahen darin eine grundlegende Sorge für die Kreditwürdigkeit, die Investierbarkeit und die geordnete wirtschaftliche Tätigkeit. Sie warnten vor einem Teufelskreis: Wenn zu wenig in die Anpassung an Klimarisiken investiert wurde, stiegen die Schäden durch das Klima, was wiederum die Kosten für Investitionen erhöhte, da Versicherer und Kreditgeber ihre Verluste wiedergewinnen mussten.

Dhingra hob einen weiteren Zusammenhang hervor: die Auswirkungen extremer Wetterereignisse weltweit auf die britische Inflation. Sie bemerkte, dass beispielsweise Kakao allein 2025 etwa einen Prozentpunkt zur Lebensmittelinflation in Großbritannien beitrug, was auf steigende Kakaopreise zurückzuführen war. Eine Analyse des Energie- und Klimainformationszentrums (ECIU) zeigte, dass ein erheblicher Teil der britischen Lebensmittelimporte aus Ländern stammte, die am wenigsten klimaresistent, aber am stärksten von Extremwetter betroffen waren.

Obwohl die Geldpolitik der Bank of England zur Abmilderung der Inflationsfolgen der Klimakrise eingesetzt wurde, argumentierte Dhingra, dass sie ein stumpfes Instrument für die Bewältigung von Preisschocks war, die durch den Klimawandel oder die Energiewende entstanden. Sie schlug vor, dass die Regierung gezielte Unterstützungsmaßnahmen ergreifen müsse, um Verbraucher gegen wiederkehrende Schocks abzufedern, während die Bank sich auf das Gesamtbild konzentrierte und die Auswirkungen auf die Investitionen in grüne Infrastruktur vermied. Nach einer Reihe wirtschaftlicher Schocks wurden Politiker zunehmend bereit, in Märkte einzugreifen, um die volle Wirkung der Krisen zu verhindern. In dieser Ära der Klimakrise mussten die politischen Entscheidungsträger bereit sein zu handeln, insbesondere bei der Sicherung der grünen Transformation.

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