Jürgen Klopp äußerte sich zu nationaler Ehre und der Verantwortung der deutschen Fußballnationalmannschaft. Er betonte, dass die Mannschaft helfen sollte, die nationale Identität vor denjenigen zu schützen, die diese falsch interpretierten oder missbrauchten. Diese Äußerungen erfolgten im Rahmen einer Pressekonferenz, in der er auf die jüngsten politischen Entwicklungen Bezug nahm, insbesondere auf die Wahlerfolge der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD).
Klopp verwies auf die jüngsten Wahlen, in denen die AfD in Sachsen-Anhalt fast 44 Prozent der Stimmen gewann. Er sprach von der Notwendigkeit eines „positiven Patriotismus“ und betonte, dass er stolz auf seine deutsche Herkunft sein könne, ohne dabei offen, vielfältig, freundlich und offen für andere zu bleiben. Er erklärte, dass er nationalen Stolz nicht an bestimmte Gruppen übergeben wolle, da er glaubte, dass die Situation in der Gesellschaft komplex sei und viele Dinge in jüngster Zeit geschehen seien, die zu Verwirrung führten.
Der Trainer betonte, dass der Fußball eine wichtige Funktion habe, indem er ein Gefühl der Gemeinschaft fördere. Er argumentierte, dass der Sport die Möglichkeit biete, die Stärke der Zusammengehörigkeit zu spüren und somit eine wichtige Rolle in der Gesellschaft zu spielen sei. Er betonte zudem, dass die Nation ausreichend medizinische und pflegerische Strukturen besitze, aber dass der Sport die Gemeinschaft stärken könne.
In einer ungewöhnlichen Entscheidung nannte Klopp eine Vierergruppe von vierundvierzig Spielern für vier bevorstehende Spiele der Nations League. Er begründete diese Maßnahme damit, dass er in dieser Zeit möglichst viele neue Spieler kennenlernen wollte und die Arbeitsbelastung der Mannschaft reduzieren wollte. Mehrere Spieler, die für die Auswahl standen, spielten noch nie für die deutsche Nationalmannschaft. Dazu gehörten beispielsweise der Mittelfeldspieler Felix Keidel und der Stürmer Younes Ebnoutalib. Auch neue Gesichter wie Mika Baur und Said El Mala wurden in die Auswahl aufgenommen.