Die Koalition erwägt eine signifikante Reduzierung der jährlichen Netto-Auswanderung von Menschen. Ein vertrauliches Dokument enthüllte einen politischen Fahrplan, der eine Senkung der Einwanderungszahlen auf zwischen 150.000 und 200.000 pro Jahr vorsieht. Diese Überlegung erfolgt im Rahmen der Vorbereitung auf eine mögliche vorzeitige Wahl, was auf die strategische Positionierung des Parteivorsitzenden hindeutet.
Der interne Plan legt dar, auf welchen zentralen politischen Themen die Opposition ihre Wahlkampfführung aufbauen möchte. Ein Arbeitskreis zur Migration stellte die Frage, wie die Zahlen gesenkt werden können, ohne die wirtschaftlichen Auswirkungen zu verschärfen und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die nationalen Werte zu stärken. Die Koalition verfolgt damit eine harte Migrationsstrategie, die auf die Anpassungsfähigkeit Australiens abzielt.
Die diskutierte Reduktion würde die derzeitige Zahl von 2024–2025, die bei 306.000 lag, erheblich verringern. Dieses Ziel liegt über den Obergrenzen von Initiativen wie der von One Nation vorgegebenen Obergrenze von 130.000 Visa und über dem Niveau der Ära von Howard, das bei etwa 100.000 lag. Der ehemalige Premierminister Tony Abbott hatte zudem eine Reduktion auf 160.000 im Falle eines Sieges angedroht.
Ein Sprecher der Führungsperson räumte ein, dass ein Zielbereich von 150.000 bis 200.000 in Betracht gezogen wurde. Er betonte, dass die Zahlen zu hoch seien und die Standards zu niedrig, was die Notwendigkeit einer grundlegenden Neuausrichtung unterstreicht. Die Koalition erwägt verschiedene Optionen, da die Einwanderungszahlen auf ein Niveau begrenzt werden müssen, das das Land tragen kann, inklusive ausreichender Wohn- und Dienstleistungsangebote.
Darüber hinaus beinhaltet der Plan Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität sowie zur Verbesserung der Wohnkosten innerhalb kurzer Zeiträume. Ein Arbeitskreis zur Familienpolitik untersucht Optionen für eine umfassende Überarbeitung der Bildung, der Steuer- und Transferpolitik und der Sozialsysteme, um die Beteiligung von Arbeitskräften und die Familiengründung zu fördern. Die politischen Arbeiten werden frühzeitig angegangen, um eine mögliche Wahl im Jahr 2027 zu antizipieren und politische Verwirrung zu vermeiden.