Kohleunternehmen erhofften sich Milliarden an Steuererstattungen für den Dieselverbrauch. Eine Analyse der Aktivistengruppe Lock the Gate ergab, dass Unternehmen bis zu 6,2 Milliarden Dollar an Erstattungen für den Diesel erhalten konnten, den sie für ihre Betriebsabläufe verwendeten. Diese Summe resultierte aus der Genehmigung nur halber der geplanten Bergbauentwicklungen durch die Regierung. Die Untersuchung erfolgte im Kontext einer internen Kampagne der Labor-Partei vor der nächsten Nationalkonferenz.
Die Analyse zeigte, dass die staatlichen Subventionen den Anreiz zur Umstellung auf emissionsarme Fahrzeuge schwächten. Lock the Gate argumentierte, dass die Unternehmen faktisch eine öffentliche Subvention für die Ausweitung des Kohlebergbaus beanspruchten. Diese Gelder sollten viel besser zur Minderung der Kosten des Klimawandels eingesetzt werden. Experten befürchteten, dass die Umweltverschmutzung durch Bergbau und Kohleverbrennung die Kosten für Katastrophen in den kommenden Jahren stark erhöhen würde.
Die Konsultation Energy & Resource Insights stellte weitere 45 Kohleförderungen in New South Wales und Queensland dar, von denen 22 Umweltverträglichkeitsprüfungen vorlegten, welche die erwarteten Dieselverbräuche detailliert darlegten. Basierend auf diesen Daten schätzte die Konsultation, dass Kohleunternehmen 6,2 Milliarden Dollar an Rückerstattungen für 11,6 Milliarden Liter Diesel über ihre gesamten Betriebsjahre erhalten konnten. Eine einzelne Erweiterung, beispielsweise die Operationen von Glencore und Yancoal im Hunter Valley, konnte allein 1,7 Milliarden Dollar generieren.
Kritiker der Subventionspolitik betonten, dass die Erstattungen den fossilen Brennstoffgebrauch förderten. Sie argumentierten, dass die Erstattungen die Bemühungen zur Dekarbonisierung untergruben und die Wettbewerbsfähigkeit diverser regionaler Unternehmen, die auf Diesel angewiesen waren, schwächten. Eine Untersuchung des Guardian und der ABCs Four Corners enthüllte beispielsweise, dass BHP Hundert Millionen Dollar für Diesel-Lkw ausgab, obwohl interne Dokumente eine solche Maßnahme als nicht mit den Dekarbonisierungszielen übereinstimmend erachteten.
Labor-Vertreter forderten eine Begrenzung der Erstattungen auf 50 Millionen Dollar pro Unternehmen, um große Bergbauunternehmen zu adressieren, während Landwirte und kleine Betriebe ausgenommen blieben. Sie wollten zudem die nationale Politik der Partei ändern, um jegliche Hemmnisse für die Dekarbonisierung vollständig abzuschaffen. Die Regierung hielt jedoch an ihrer Position fest und erklärte, dass die bestehende Regelung unverändert bliebe.