Der australische Leiter von KPMG, Andrew Yates, trat unmittelbar zurück. Er übernahm die Verantwortung für das Versagen der Beratungsgesellschaft, angemessen auf Meldungen von Hinweisgebern bezüglich des Missbrauchs von Kundeninformationen zu reagieren. Yates gab in einer Erklärung bekannt, dass er sich der Etablierung einer Kultur des offenen Meldens verpflichtet habe.
Der Leiter der Prüfung und der Assurance-Abteilung, Julian McPherson, trat ebenfalls aus seiner Position zurück, um einen ordentlichen Übergang seiner Kundenverantwortlichkeiten zu gewährleisten. Die Firma bestätigte, dass sie eine Untersuchung bezüglich des internen unzulässigen Austauschs von Kundenunterlagen fortsetzte und anerkannte, dass ihre internen Überprüfungen den Erwartungen nicht genügten.
KPMG Australien erklärte, dass die Behandlung von Hinweisgebern und die Untersuchung ihrer Anschuldigungen die Erwartungen der Firma, der Hinweisgeber und der breiteren Öffentlichkeit nicht erfüllten. Die erste interne Untersuchung, welche die von dem Hinweisgeber erhobenen Anschuldigungen nicht belegte, wurde rückblickend als nicht mit der notwendigen Sorgfalt durchgeführt betrachtet.
Die australische Wertpapier- und Anlagekommission (ASIC) informierte am Freitagmorgen eine parlamentarische Kommission, dass sie eine vorläufige Untersuchung bezüglich des Verhaltens mehrerer registrierter Unternehmensprüfer bei KPMG durchführte. Weitere Details zu dieser Ermittlung folgten.