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Sport

Kramnik wegen verbaler Angriffe gesperrt

Weltschachverband verhängte ein Verbot wegen Verstoßes gegen Ethikregeln

Der Weltschachverband (FIDE) verhängte gegen den ehemaligen Weltmeister Alexander Kramnik ein Verbot von mindestens einem Jahr. Die Maßnahme erfolgte aufgrund verbaler Angriffe, die Kramnik gegen andere Spieler tätigte, darunter auch gegen den verstorbenen Daniel Naroditsky. Der Verband stellte fest, dass Kramnik für mehrere Verstöße gegen die Ethik- und Disziplinarordnung verantwortlich war, nachdem er andere Spieler der Täuschung beschuldigt hatte.

Naroditsky, der Weltmeistertitel erlangte, starb im Oktober 2025 im Alter von neunundzwanzig Jahren. Vor seinem Tod hatte er jegliche Unrechtmäßigkeit bestritten und darauf hingewiesen, dass die Kontroverse ihm in seinem letzten Übertragungssender nicht unbeschadet gelassen hatte. Kramnik kündigte an, sein Verbot anzufechten.

Die FIDE teilte mit, dass die weitere Sperre von zwölf Monaten für eine Probezeit von drei Jahren ausgesetzt wurde. Dies bedeutete, dass das aktive Verbot ein Jahr betrug, sofern während der Probezeit keine weiteren Vergehen auftraten. Die Kontroverse um Kramnik und die Anschuldigungen um Täuschung beschäftigten die Schachgemeinschaft intensiv.

Ein toxikologischer Bericht, der im Jahr 2026 veröffentlicht wurde, zeigte, dass Naroditsky zu diesem Zeitpunkt mehrere Substanzen im Körper hatte und durch einen Unfall mit einer abnormalen Herzfrequenz gestorben war. Prominente Persönlichkeiten der Schachwelt, darunter der Weltnummernzwanzig Hikaru Nakamura, der ehemalige Weltmeister Magnus Carlsen und der indische Großmeister Nihal Sarin, verurteilten Kramniks Verhalten bereits zuvor.

Der Verband betonte, dass seine Feststellungen nicht darauf abzielten, die Richtigkeit von Kramniks Äußerungen zu beurteilen, sondern sich stattdessen auf die Art und Weise konzentrierten, wie die Anschuldigungen öffentlich kommuniziert wurden. Die Schachorganisation erklärte, dass der Kampf gegen Täuschung weiterhin eine ihrer höchsten Prioritäten blieb, jedoch alle solchen Vorwürfe über etablierte Verfahren abwickeln mussten.

Kramnik war der Weltmeister von 2000 bis 2007 und bezeichnete sich als Verfechter des fairen Spiels im Schach. Die Entscheidung der FIDE verdeutlichte die strengen Regeln, die im internationalen Schachsport gelten, und unterstrich die Notwendigkeit, ethische Standards konsequent durchzusetzen.

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