Die nationale Organisation, die für die Kinder der Ureinwohner zuständig ist, forderte ein Ende der politischen Instrumentalisierung des Todes der fünfjährigen Kumanjayi Little Baby. Hundert Menschen versammelten sich im ganzen Land, um der jungen Warlpiri-Mädchen zu gedenken und ihre Trauer zu teilen. Diese Kundgebungen dienten dazu, die Familie zu ehren und ihr in dieser schweren Zeit Unterstützung zukommen zu lassen.
In Melbourne versammelten sich rund vierhundert Menschen am Aborigines Advancement League, um der jungen Kumanjayi Little Baby Tribut zu erweisen. Blumen wurden unter den Flaggen der Aborigines und der Torres-Strait-Insulaner halb aufgestellt. Die Teilnehmer trugen rosa Kleidung und nahmen an Zeremonien teil, um die Gemeinschaft und die Familie in ihrer Trauer zu stärken.
In Canberra fand eine stille Kundgebung am Botschaftsgebäude für Ureinwohner statt, bei der die Anwesenden eine Gedenkzeremonie abhielten. Die Veranstaltung zielte darauf ab, Raum für die trauernde Familie zu schaffen und die Gemeinschaft in Alice Springs zu unterstützen. Die Zeremonie endete mit einer symbolischen Verabschiedung der jungen Frau in die Traumzeit.
Die Suche nach dem Kind dauerte fünf Tage, bevor es tragischerweise fünf Kilometer von dem Ort gefunden wurde, an dem es zuletzt gesehen wurde. Im Anschluss daran wurde ein 47-jähriger Mann festgenommen und wegen Mordes sowie weiterer Vergehen angeklagt. Die Organisationen betonten, dass der Verlust nicht auf ein Versagen der Familie oder der Gemeinschaft zurückzuführen sei, sondern auf systemische Mängel.
Die Leiterin der Organisation für Kinderrechtsverteidigung erklärte, dass der Tod bereits politisiert worden war. Sie betonte, dass diese Art der politischen Nutzung der Tragödie nur den Kindern schaden könne. Sie appellierte an die verschiedenen Organisationen, ihre Einheit in der Trauer zu wahren, um die Bedeutung von Kultur, Familie und Gemeinschaft hervorzuheben.