Die Polizei stellte den Fall gegen den Künstler Michael Agzarian ein. Agzarian wurde vor dem lokalen Gericht des Downing Centre angeklagt, nachdem er ein Plakat mit Darstellungen prominenter Australier in Uniformen mit NS-Symbolen zeigte. Die Anklage erfolgte wegen der öffentlichen Darstellung von NS-Symbolen ohne rechtliche Entschuldigung.
Das Plakat zeigte den lokalen Abgeordneten Michael McCormack, den Oppositionsführer Peter Dutton sowie die Bergbaumagnaten Gina Rinehart und Clive Palmer in Uniformen der deutschen Armee während des Zweiten Weltkriegs. Das Gericht hörte, dass die Kunstwerke von einem Bild aus der US-Sitcom Hogan’s Heroes adaptiert worden waren.
McCormack reichte die Anzeige bei der Polizei ein. Er erklärte später, dass er die Meldung nach Beschwerden mehrerer anderer Bürger in der Gemeinschaft gemacht hatte.
Die Richterin Karen Stafford, die die Kostenanfrage überwachte, erläuterte vor Gericht die rechtliche Beratung, die der Polizei von ihren internen Rechtsberatern gegeben worden war. Diese Beratung besagte, dass das Strafgesetzbuch keine Definition für ein NS-Symbol enthielt. Sie argumentierten, dass die gezeigten Bilder weder nach neuem südwestaustralischem noch nach gemeinschaftlichem Recht als Vergehen galten. Sie erklärten die Darstellungen für politische Satire.
Stafford befand, dass die Anklage mit vernünftigem Grund erhoben worden war. Sie kritisierte jedoch die Polizei dafür, sieben Monate benötigt zu haben, um die Anklage zurückzuziehen, selbst nachdem ein Verhandlungstermin festgelegt worden war.
Agzarians Anwalt, Nick Hanna, schrieb der Polizei im September einen Brief und bat um den Rückzug der Anklage. Hanna argumentierte, dass es unvermeidlich sei, dass die Staatsanwaltschaft nicht nachweisen könne, dass sein Mandant wisse, dass die gezeigten Symbole NS-Symbole waren. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt.
Die Debatte um die Grenzen der Meinungsfreiheit intensivierte sich. McCormack stellte die Gesetze in Frage und fragte, warum Gesetze existierten, wenn Menschen solche Darstellungen von Politikern erlauben sollten. Er betonte, dass Meinungsfreiheit Verantwortung mit sich brachte und dass die Darstellung von Politikern als Nazis nicht auf Hogan’s Heroes basierte.
Agzarian äußerte sich außerhalb des Gerichts über die Belastung, die der Vorgang ihm bereitete. Er erklärte, dass es sich um Satire handelte und die gesamte Angelegenheit sehr autoritär wirkte.