Die Los Angeles Clippers erlitten eine Geldstrafe in Höhe von 30 Millionen Dollar von der NBA. Die Sanktion erfolgte wegen Verstoßes gegen die Gehaltsregeln, da das Team Millionen von Dollar an den Starspieler Kawhi Leonard weitergeleitet hatte. Diese Geldbuße stellte die größte in der Geschichte der Liga dar und verdeutlichte die Schwere der Regelverstöße.
Die Untersuchung begann im September 2025, nachdem der Podcaster Pablo Torre berichtete, dass ein Werbevertrag von 28 Millionen Dollar zwischen Leonard und der Aspiration Fund Adviser LLC gegen die Ligaregeln verstoßen hatte. Die NBA-Untersuchung ergab, dass Leonard die Clippers dazu drängte, Möglichkeiten für Einkünfte außerhalb des Spielfeldes zu erlangen und diese erfolgreich zu nutzen. Die Untersuchung offenbarte zudem ein Muster von Fehlverhalten und mehrere schwerwiegende Regelverstöße durch die Clippers-Organisation, die bereits zuvor gegen die Regeln zur Umgehung der Gehaltsobergrenze verstoßen hatte.
Als Konsequenz verhängte die Liga eine Reihe von Strafen. Die Clippers mussten fünf Draft-Picks der ersten Runde zwischen 2029 und 2033 aufgeben. Zudem wurde der Eigentümer Steve Ballmer für zwölf Monate von allen Ligainktivitäten und Teamtätigkeiten suspendiert, da er in Angelegenheiten bezüglich Leonards Sponsoringverträge beteiligt war. Leonard selbst erhielt eine Geldstrafe von 700.000 Dollar. Gillian Zucker, Präsidentin für Geschäftsbetrieb der Clippers, wurde für die Abgabe irreführender Aussagen gegenüber den Ermittlern für ein Jahr ohne Gehalt suspendiert.
NBA-Kommissar Adam Silver äußerte sich tief enttäuscht über die „offensichtlichen Verstöße“ der Clippers gegen die Regeln und betonte, dass die Schwere der Strafen die Ernsthaftigkeit der Vergehen widerspiegelte. Leonard akzeptierte die volle Verantwortung für seine Handlungen und bedauerte die Verwirrung, die diese Situation bei Fans und seiner Familie verursachte. Er erklärte, er habe seine Verträge in gutem Glauben geschlossen und wisse nichts von der Absicht, die Gehaltsobergrenze zu umgehen.
Die Clippers erklärten, sie würden die Entscheidung „über alle verfügbaren Wege“ anfechten. Sie wiesen die Ergebnisse der NBA-Untersuchung zurück und bezeichneten sie als das Ergebnis einer stark voreingenommenen Ermittlung, die eine vorbestimmte Erzählung statt Fakten und Beweise suchte. Ballmers Anwalt David Kelley bezeichnete die Strafen als „große Ungerechtigkeit“ und betonte, dass Ballmers Ruf durch die Verwicklung in diese voreingenommene Untersuchung sowie zivliche Klagen und das Insolvenzverfahren der Aspiration irreparabel beschädigt worden sei.