Die Laborpartei sah sich unter Druck, Änderungen ihrer nationalen Politikplattform umzusetzen und den Australiern den Zugang zur freiwilligen assistierten Sterbehilfe über Telemedizin-Dienste zu ermöglichen. Die Grünen und die unabhängige Kate Chaney versprachen, Gesetzesinitiativen zu verfassen, um diesen Wandel zu erzwingen.
Auf einer nationalen Konferenz in Adelaide änderte die Partei ihre Plattform und verpflichtete Labor, ein Gesetz aus der Ära Howard zu revidieren, welches die medizinischen Termine für die Sterbehilfe über Telemedizin-Dienste verbot. Die neue Formulierung der Plattform deutete an, dass Abgeordnete der Laborpartei eine Gewissensabstimmung zu dieser Thematik führen sollten.
Der Premierminister Anthony Albanese erklärte jedoch, dass die Regierung Gesetze möglicherweise nicht durch das Parlament führen würde. Er betonte, dass er zwar die assistierte Sterbehilfe unterstützte, die Änderung der Telemedizin die angemessenen medizinischen Schutzmechanismen gefährden könne. Albanese argumentierte, dass die Anerkennung und die Interaktion bei der Beendigung des Lebens persönlich erfolgen müsse. Er äußerte seine Sorge vor dem Missbrauch und der Gefahr, das gesamte System zu untergraben.
Er betonte, dass es wichtig sei, dass Menschen das Recht auf ein würdevolles Sterben besaßen, aber auch, dass Schutzmaßnahmen etabliert wurden. Er erklärte, dass bei akuten gesundheitlichen Zuständen ein Arzt erforderlich sei und diese Behandlung nicht über Telemedizin erfolgen könne. Er forderte eine persönliche Anerkennung und persönliche Beteiligung bei der Entscheidung über das Ende des Lebens.
Advocates und Ärzte für die assistierte Sterbehilfe sprachen lange Zeit für solche Änderungen, da das Telemedizinverbot Patienten in ländlichen und abgelegenen Gebieten benachteiligte. Diese Patienten mussten manchmal wiederholt und oft mit hohem Aufwand reisen, um medizinische Versorgung zu erhalten. Das Strafgesetzbuch verbot die Nutzung von Transportdiensten zur Anstiftung oder Ermutigung zum Suizid, weshalb Gesundheitsfachleute bei der Nutzung von Telekommunikation für Teile des Verfahrens gegen das Gesetz verstoßen konnten.
Die aktualisierte Plattform der Laborpartei versprach, Barrieren für die Erbringung von Sterbehilfeleistungen (auch über Telemedizin) im Rahmen des rechtmäßigen Zugangs zur freiwilligen assistierten Sterbehilfe in den Bundesstaaten und Territorien zu beseitigen, während angemessene klinische Schutzmaßnahmen beibehalten wurden. Die Partei garantierte zudem eine Gewissensabstimmung, bei der Abgeordnete nicht an die Position der Regierung gebunden waren.