Die libanesische Meeresschützerin Mona Khalil, eine bekannte Figur für ihren jahrzehntelangen Kampf zum Schutz eines Brutplatzes für Schildkröten nahe ihrer Heimat, starb bei Verletzungen, die sie bei einem israelischen Angriff erlitt. Khalil, 76 Jahre alt, betrieb den Schutzort „Orange House Project“ in der Nähe der mediterranen Stadt Tyre. Sie beherbergte Freiwillige in ihrem Haus, um einen Kilometer langen Strand zu reinigen und zu überwachen, und empfing Touristen, die über den Naturschutz lernten.
Ein israelischer Luftangriff traf ihr Haus Anfang dieses Monats und verwundete Khalil schwer. Sie wurde in Beirut auf eine Intensivstation verbracht, starb jedoch am Freitag laut Berichten ihrer Freunde an den erlittenen Verletzungen. Ihre Assistentin, eine äthiopische Frau, erlitt Verbrennungen, erholte sich jedoch.
Khalil engagierte sich seit Langem für den Schutz von Loggerhead- und Grünen Meeresschildkröten, welche entlang der südlichen Küste Libanons brüteten. Ihre Arbeit war von Anfang an von einigen lokalen Akteuren, darunter Grundstücksentwickler und Fischer, widerstanden worden, die dynamitgestützte Fischerei betrieben. Ihr Haus wurde zudem während des Konflikts von 2006 mit der Hisbollah bombardiert.
Trotz der wiederholten Invasionen Israels blieb Khalil in ihrem Zuhause. In einem Interview im Jahr 2017 erklärte sie, dass sie ihre Hoffnung auf den Schildkrontschutz nicht verloren hatte und diesen unaufhörlich fortsetzen würde. Die Umweltgruppe Green Southerners trauerte über den Verlust einer Umweltaktivistin, die Generationen von Libanesen inspiriert hatte, ihre Ökosysteme wertzuschätzen und zu schützen.
Die Gruppe verurteilte den Angriff, der Mona Khalils Leben nahm und ihre Assistentin verletzte. Sie betonte, dass der Schlag ein Ziel traf, das lange für den Umweltschutz und die öffentliche Wahrnehmung bekannt war. Ihr Tod stand als deutliche Erinnerung daran, welchen immensen Preis zivile Verteidiger und Umweltschützer für den natürlichen Erbe zahlten, das sie bewahren wollten.