Eine Gruppe von Mitbewohnern in Westaustralien fand bei der Öffnung eines Plastikbeutels mit Salat, der für einen reduzierten Preis verkauft wurde, unerwartet ein lebendes Tier. In dem Beutel befand sich ein Frosch, dessen Größe der Handfläche eines Mannes entsprach. Dieses Ereignis stellte die Konsumenten vor eine unerwartete Situation, die schnell zu einer öffentlichen Aufmerksamkeit führte.
Trotz der Seltsamkeit des Fundes versuchten die Beteiligten, die Geschichte zu kommentieren. Laura Jones und Billie Le Pine führten ein Interview im Rahmen der Frühstückssendung des ABC-News. Sie beschrieben den Fund als das „zufälligste Ding“, das sie bei der Öffnung der Gemüsepackung begegneten. Die Diskussion drehte sich um die Herkunft des Produkts und die Qualitätssicherung der Lebensmittelhersteller.
Das betroffene Lager in Esperance, am Ufer des Südlichen Ozeans, wurde nach einer französischen Fregatte benannt. Das Unternehmen Woolworths erklärte jedoch, es handele sich um einen „isolierten Vorfall“, den sie als Priorität untersuchten. Die Firma betonte, dass ihre Lieferanten strenge Verfahren zur Aufrechterhaltung der Produktqualität anwandten. Diese Verfahren umfassten das Waschen und mehrere Qualitätskontrollen, um fremde Materialien auszuschließen, bevor die Produkte in die Läden versandt wurden.
Die eigentliche Entdeckung des Frosches erfolgte nicht durch Jones und Le Pine. Die Mitbewohnerin erklärte, dass es sich um den Salat ihrer Mitbewohner handelte, und der Frosch befand sich in der Küche. Der Frosch erhielt den Namen Greg. Die beiden Frauen organisierten anschließend eine zeremonielle Freilassung des Tieres in einen nahegelegenen Stausee und spielten ihm den Song „Crazy Frog“ zu, um ihm eine gute Zeit zu gönnen.
Die Expertenmeinung zur Situation betonte die ökologischen Implikationen. Die Herpetologin Dr. Jodi Rowley erklärte, dass es eine relativ häufige Art von Frosch sei, wenn er aus Westaustralien stammte, oder eine der bedrohten Arten, wenn er aus der Ostküste stammte. Sie betonte, dass Frosch „Stowaways“ – Tiere, die unbeabsichtigt mitgeschleppt wurden – ein bekanntes Phänomen seien. Diese Tiere fanden sich oft auf Bananen oder Gemüse und gelangten in Verpackungen. Dr. Rowley mahnte dazu, Frosche, die man im Einkauf findet, in Behälter zu legen und einen Experten zu kontaktieren, um deren Identifizierung zu gewährleisten und die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern.
Obwohl die Mitbewohner den Fund als eine Art kostenloses Haustier missachten konnten, reagierte Woolworths auf die Situation. Das Unternehmen kontaktierte den Kunden, um sich zu entschuldigen und ein Ersatzprodukt anzubieten.