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Welt

Libanesischer Premierminister beschuldigte Israel von 'Entschlossene-Erde'-Politik

Angriffe und Evakuierungswarnungen eskalierten den Konflikt weiter

Der Premierminister Libanons, Nawaf Salam, beschuldigte Israel am Samstag, in seinem Süden eine „Entschlossene-Erde“-Politik verfolgt zu haben. Er forderte einen sofortigen Stopp der Kämpfe, als Israel weitere Luftangriffe durchführte und Evakuierungswarnungen für über ein Dutzend Orte ausgab. Diese Anschuldigungen folgten auf die jüngsten militärischen Entwicklungen an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon.

Ein Tag nach der Ankündigung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, dass seine Streitkräfte tiefer in den Libanon vordringen, warnte sein Amtskollege Nawaf Salam vor einer „gefährlichen“ Eskalation. Salam forderte eine „schnelle und echte Waffenruhe“ und beschuldigte Israel explizit der Verfolgung einer „Entschlossenen-Erde“-Politik und kollektiver Bestrafung. Er kritisierte die Zerstörung von Städten und Dörfern sowie die Verweisung ihrer Bewohner in die Exil. Salam betonte, dass diese Vorgehensweise weder Sicherheit noch Stabilität für Israel bringen würde.

Trotz der ernsten Anschuldigungen verteidigte Salam die Verwicklung seiner Regierung in die Angelegenheiten des südlichen Nachbarn. Dies geschah angesichts von Sicherheitsgesprächen zwischen militärischen Delegationen beider Länder in Washington am Freitag, wobei weitere Verhandlungen durch die Vereinigten Staaten für die kommende Woche geplant waren. Salam erklärte, das Ergebnis dieser Gespräche sei zwar nicht garantiert gewesen, sie seien jedoch der „geringste Kostenweg“ für das Land und sein Volk gewesen.

Obwohl eine Waffenruhe zwischen Israel und der von Teheran unterstützten Hisbollah offiziell am 17. April in Kraft trat, wurde diese nie eingehalten. Beide Seiten warfen einander den Verstoß gegen die Vereinbarung vor und rechtfertigten ihre Angriffe durch die mutmaßlichen Verletzungen des Gegners. Die Hisbollah erklärte, sie konfrontiere israelische Truppen an den Ausläufern von Städten wie Zawtar al-Sharqiyah und Dibbine, obwohl die Truppen noch keine Kontrolle über die Ortschaften erlangt hätten.

Die israelische Armee berichtete, dass am Samstag über fünfundzwanzig Projektile aus dem Libanon in Richtung Israel abgefeuert wurden. Zudem läuteten die Luftalarmglocken in den nördlichen Städten Karmiel und Safed zum ersten Mal seit der Waffenruhe. Die Gesundheitsbehörde des Libanon berichtete, dass die israelischen Angriffe seit dem 2. März mehr als 3.371 Menschen getötet hatten, was die Beteiligung des Libanon in den Konflikt im Nahen Osten unterstützte. Iran bestand darauf, dass jede Einigung zur Beendigung des größeren Nahostkonflikts auch den Libanon einschließen müsse.

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