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Politik

Liberalen diskutierten Geschlechterquoten: Zwischen Vorsicht und Dringlichkeit

Ein Vorschlag zur Überarbeitung der Parteistruktur löste innerhalb der Liberalen eine Debatte über die Notwendigkeit von Quoten aus.

Angus Taylor legte einen Vorschlag vor, dass die Liberale Partei die Einführung von Geschlechterquoten in Erwägung zog. Einer seiner leitenden Spitzenkabinettminister forderte die Partei jedoch auf, sich mit solchen Ideen mit großer Dringlichkeit auseinanderzusetzen. Nachdem ein Diskussionspapier, das diese Idee untersuchte, an Unterstützer verteilt worden war, äußerte der Parteivorsitzende, dass er niemals Quoten befürwortet hatte. Kurz darauf intervenierte sein Stellvertreterin Jane Hume und erklärte, dass alle Optionen in Betracht gezogen würden.

Das Papier, das von der internen Kommission der Liberalen Partei unter der Leitung des Senatorin James McGrath erstellt wurde, präsentierte verschiedene Optionen. Diese zielten darauf ab, die alternde Mitgliederbasis zu erneuern, Frauen, multikulturelle Gemeinschaften und junge Menschen einzubeziehen sowie interne Strukturen und Kampagnen zu verbessern. Taylor betonte, dass er zwar keine Quoten unterstützte, aber mehr Menschen, insbesondere Frauen und Menschen unterschiedlicher Herkunft, in die Liberale Partei kommen ließen.

Anne Ruston, eine weitere Kabinettsministerin, forderte eine sofortige Reaktion der Partei. Sie erklärte, dass jede Überprüfung nur so gut sei, wie die Umsetzung danach sei. Ruston argumentierte, dass die aktuelle Situation nicht funktionierte und dass man nicht nur auf die Zahlen der weiblichen Mitglieder im Repräsentantenhaus schauen dürfe. Sie betonte, dass alle Vorschläge auf den Tisch gelegt werden sollten, anstatt von Anfang an Entscheidungen zu treffen.

Andere Mitglieder der Partei minderten die Bedeutung von McGraphs Überprüfung. Ehemalige Abgeordnete stellten die Notwendigkeit einer weiteren Überprüfung als „absurd“ dar und stellten deren Einfluss auf die Parteipolitik als irrelevant dar. Einige äußerten die Ansicht, dass die Arbeit sinnlos sei und lediglich dieselben Empfehlungen wie frühere Arbeitsgruppen wiederholen würde.

Ein ehemaliger Abgeordneter äußerte zudem die Ansicht, dass die Überprüfung Ideen zur Gewinnung junger Männer wieder einbeziehen sollte. Er verwies auf politische Entwicklungen und die Botschaft, dass junge Frauen ebenfalls für die Auswahl nach Verdienst und Kompetenz gestimmt hätten.

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