Der US-Senator Lindsey Graham verstarb am Samstagabend im Alter von 71 Jahren nach einer kurzen und plötzlichen Erkrankung. Sein Büro veröffentlichte eine Erklärung, in der die Familie Graham um Privatsphäre während dieser schwierigen Zeit bat. Graham, der seit 2003 im Senat tätig war und eine einflussreiche Stimme in der Außenpolitik Washingtons darstellte, hinterließ eine bedeutende politische Figur. Seine plötzliche Abwesenheit sendete erhebliche Wellen durch Washington und die republikanische Partei aus.
Graham war bekannt für seine harten Positionen in der Außenpolitik und seine Unterstützung für eine militante Haltung. Er vertrat eine muskulöse und aggressive Linie und unterstützte den Irak- und Afghanistan-Krieg. Er war ein entschiedener Befürworter der US-Unterstützung für die Ukraine und sah die Notwendigkeit einer klaren Haltung gegen die Aggression Russlands. Graham diente auch als Vorsitzender des Senatsausschusses für Haushaltsfragen und arbeitete an Gesetzesvorschlägen zur Sanktionierung Russlands.
Seine politische Laufbahn zeichnete sich durch eine wechselhafte Beziehung zu Donald Trump aus. Graham begann als scharfer Kritiker des Präsidenten, äußerte jedoch später eine tiefe Verbundenheit und unterstützte Trump in der Wahl 2024. Er sah in Trump eine Figur, die er für notwendig hielt, und fungierte als Vermittler zwischen dem Präsidenten und dem Kongress. Graham äußerte sich in einer Rede nach den Unruhen am Kapitol 2021, in der er seine ambivalente Haltung zur politischen Entwicklung zum Ausdruck brachte.
Graham spielte eine zentrale Rolle in der Verteidigung von Trump und unterstützte ihn bei der Bestätigung von Richtern. Er verstarb somit als einer der letzten „drei Freunde“, die für die Präsidentschaftsbewegungen kämpften. Mehrere Führungspersönlichkeiten in Israel und den Vereinigten Staaten drückten ihr Beileid aus. Sie würdigten ihn als einen unerschütterlichen Verbündeten, dessen moralische Klarheit und Mut Anerkennung fanden. Graham hinterließ somit ein Erbe als engagierter Verfechter der nationalen Sicherheit und der internationalen Beziehungen.