Der Verteidigungsminister Litauens, Robertas Kaunas, warnte vor möglichen „Falschflag“-Provokationen Russlands gegen die NATO-Mitgliedstaaten in der baltischen Region. Ein „Falschflag“ bezeichnet ein Ereignis oder einen Angriff, der später auf eine andere Partei zurückgeführt werden sollte. Kaunas erklärte, dass keine spezifischen Daten für mögliche russische Handlungen existierten, doch die Behörden überwachten die Pläne Moskaus eng und tauschten Informationen mit Polen und anderen Verbündeten aus. Er betonte, dass die Behörden die Bedrohungslage bewerteten und überwachten.
Ein Szenario, das von Moskau in Betracht gezogen wurde, umfasste einen „Falschflag“-Angriff mittels abgefangener ukrainischer Drohnen auf die kritische Infrastruktur der Region. Der Minister schlug vor, dass ein potenzieller russischer Angriff, der mit einer abgefangenen oder rekonstruierten Drohne ausgeführt werden könnte, die ukrainischen Herkunft ähnelte, genutzt würde, um die Entschlossenheit der NATO zur Unterstützung der Ukraine zu testen. Er betonte, dass das Risiko eines konventionellen Angriffs auf Litauen gering blieb.
Diese Warnungen folgten Monaten regionaler Besorgnis aus Polen, Lettland und Litauen bezüglich des Risikos einer Eskalation durch Russland. Litauen erlebte in den letzten Monaten wiederholt Luftdrohnenalarme. Parallel dazu beschäftigte sich die Europäische Union mit der Krise in Ceuta, die durch die Migration und die Verletzung der Grenzen ausgelöst wurde.
Der Migrationskommissar der EU, Magnus Brunner, äußerte sich zur Situation in Ceuta. Er erklärte, dass die irreguläre Migration in die Union insgesamt enger kontrolliert wurde, doch die Ereignisse in Ceuta die Statistiken überschatteten. Er betonte, dass die EU eine solche Verletzung der Integrität ihrer Außengrenzen und eine Verletzung der Union nicht akzeptieren konnte.
Brunner lobte die Bemühungen Spaniens und Marokkos bei den „schnellen Rückführungen“ und würdigte Spaniens Verpflichtung, Bewegungen in Richtung Festland zu verhindern. Er erklärte, dass durch diese Anstrengungen die Integrität des Schengen-Raums bewahrt worden sei. Er forderte die EU auf, die Zusammenarbeit mit Drittstaaten bei Rückführungen und Readmission zu verstärken und die Überwachung sozialer Medien auf mögliche Grenzübertrittversuche zu intensivieren.
In anderen europäischen Ländern wurden Maßnahmen zur Energieeinsparung ergriffen. Die Hauptstadt Bukarest dimmte die Straßenbeleuchtung und schaltete nachts Licht an Wahrzeichen aus, um Energie zu sparen. Auch Ungarn schaltete dekorative und nicht-essentielle Beleuchtung in staatlichen Einrichtungen ab, um der anhaltenden Hitzewelle entgegenzuwirken. Die niedrigen Wasserstände auf dem Donaufluss zwangen das Land zur teilweisen Stilllegung seines Kernkraftwerks, was die Stromversorgungskapazität an ihre Grenzen brachte.
Die deutsche Behörden reagierten auf die Veröffentlichung eines vertraulichen Berichts über den Vorfall in Leipzig. Eine Flugzeugmannschaft, die Munition für den „weiteren Transport“ trug, wurde als potenziell für den Transport von militärischem Material interpretiert. Die deutschen Behörden nahmen die Untersuchung in die Hand, wobei sie auf die nationalen Stellen verwiesen. Die EU versorgte zudem 8,5 Milliarden Euro aus ihrem Darlehen für die Verteidigung der Ukraine, um deren Bedarf an Waffen und Munition zu finanzieren.