Ein führender Denkfabrik-Bericht präsentierte einen radikalen Vorschlag zur Lösung der Wohnungskrise in London. Es wurde vorgeschlagen, die Grundstückssteuer und die kommunale Steuer abzuschaffen und durch eine neue jährliche prozentuale Eigentumssteuer zu ersetzen. Diese Maßnahme sollte den Umzug in kleinere Wohnungen fördern und Mittel für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen. Zudem sollte sie Mietern helfen, für eine Anzahlung zu sparen.
Die Forschung des Zentrums für London zeigte erhebliche Ungleichheiten im Wohnraum zwischen den ärmsten und reichsten Eigentümern auf. Es stellte sich heraus, dass die durchschnittliche verfügbare Fläche pro Person zwischen 2004 und 2023 um fast dreißig Prozent stieg. Diese zusätzliche Fläche ging jedoch unverhältnismäßig an die Eigentümer mit höherem Einkommen. Während die Eigentümer der obersten zwanzig Prozent der Einkommensgruppen einen Anstieg von 27 Prozent verzeichneten, erlebten die untersten vierzig Prozent nur einen Anstieg von sechs Prozent. Dies bedeutete, dass die Wohnungsungleichheit zunahm, obwohl London vor zwanzig Jahren mehr Wohnraum zur Verfügung stand.
Die Berichte beschrieben die akuten Probleme des Wohnungsmarktes weiter. Die Kosten der Obdachlosigkeit beliefen sich auf fünf, fünf Millionen Pfund pro Tag, und eine Rekordzahl von Londonern lebte in provisorischen Unterkünften. Die Wohnkosten stellten ein erhebliches Hindernis dar: Die Immobilienpreise erreichten zwölfmal das Einkommen, und ein Drittel der Kinder lebte aufgrund der Wohnkosten in Armut. Unternehmen betonten zudem, dass die Unerschwinglichkeit der Wohnsituation das Wachstum, die Investitionen und die Talentgewinnung erstickte.
Der Vorschlag sah radikale Reformen vor, darunter die Abschaffung der Grundstückssteuer und der kommunalen Steuer. Diese sollten durch eine teilweise dezentralisierte jährliche prozentuale Eigentumssteuer ersetzt werden, welche die Finanzierung von hundertsechszehntausend sozialen und erschwinglichen Wohnungen über das nächste Jahrzehnt ermöglichen sollte. Die Steuer wurde als Prozentsatz des Immobilienwerts berechnet. Eigentümer der größten Immobilien in den teuersten Gebieten zahlten die höchsten Sätze. Die Vorschläge ermöglichten es Mietern, die kommunale Steuer zu umgehen, und den Erstkäufern, die Grundstückssteuer zu umgehen.
Experten bemerkten, dass die Grundstückssteuer eine disruptive Wirkung auf den Wohnungsmarkt hatte und sowohl die Grundstückssteuer als auch die kommunale Steuer als Anreiz zur Immobiliebesitz dienten. Die Abschaffung der Grundstückssteuer für normale Umziehende sollte zusätzliche Wohnungen pro Jahr freisetzen und Mittel für Investitionen in den sozialen Wohnungsbau generieren. Letztlich argumentierten die Experten, dass das Problem nicht nur eine einfache Knappheit an Wohnraum darstellte, sondern ein fehlerhaftes System, das nicht genügend Wohnungen insgesamt lieferte.