Eine Gruppe von über sechzig Organisationen drängte auf die Einführung eines neuen Gesetzes zur sauberen Luft, das die Verbrennung von Holz verbieten und Dieselfahrzeuge aus den Straßen entfernen sollte. Diese Forderungen wurden vor einer königlichen Ansprache vorgetragen. Die Organisationen betonten, dass die verschmutzte Luft das grösste Umweltgesundheitsrisiko im Land darstellte und die Wirtschaft zusätzlich belastete.
Die Forderungen richteten sich gegen die anhaltende Luftverschmutzung, welche jährlich schätzungsweise 27 Milliarden Pfund kosten und mit Atemwegserkrankungen, Krebs und Demenz in Verbindung stand. Experten kritisierten die mangelnde Durchsetzung bestehender Vorschriften, insbesondere im Hinblick auf die Holzverbrennung. Es wurde hervorgehoben, dass trotz zahlreicher Beschwerden gegen die Verbrennung von Holz kaum Sanktionen verhängt wurden.
Ein führender Experte zur Luftqualität bezeichnete die Situation als „Skandal“, da nur wenige Beschwerden über die Holzverbrennung zu einer Durchsetzung führten. Die aktuellen Umweltvorschriften, die auf Zeiten zurückgingen, als Kohle die Hauptursache für die Luftverschmutzung war, erwiesen sich als unzureichend. Es wurde festgestellt, dass die Partikel aus der Holzverbrennung mindestens ebenso giftig waren wie jene aus Kohle, und diese Regelungen wurden nie angewandt.
Organisationen forderten zudem den Ausstieg aus Holzöfen und Unterstützung für ländliche Gebiete, die auf diese Heizsysteme angewiesen waren, um auf sauberere, klimafreundlichere Heizsysteme wie Wärmepumpen umzusteigen. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Verkaufszahlen von Holzverbrennungsgeräten in städtischen Gebieten stiegen.
Die Holzverbrennungsindustrie betrieb intensive Lobbyarbeit bei den Regierungen. Die Industrieassoziation drängte auf die Abschaffung von Verbotsplänen für Holzverbrennung in Neubauten. Die Regierung führte zwar eine Konsultation durch, die von den Aktivisten als wirkungslos erachtet wurde, und erlaubte die Installation von Holzöfen in Neubauten unter dem sogenannten „Future Homes Standard“.
Die Industrie betonte, dass ein Verbot der Holzverbrennung die Fertigungs- und ländlichen Volkswirtschaften negativ beeinflussen würde. Die Regierung versicherte, dass die neuen Regeln die Schäden durch den Hausgebrauch reduzieren würden und die Verschmutzung weiterhin überwacht würden. Dennoch blieben die Forderungen der Umweltverbände nach einem umfassenden und wirksamen Schutz der öffentlichen Gesundheit bestehen.