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Luftqualitätswarnungen in Kanada wegen US-Waldbränden

Trump drohte mit Zöllen, während Kanada auf grenzüberschreitende Umweltprobleme reagierte

Beamte in der kanadischen Provinz British Columbia warnten am Samstagabend vor einer Verschlechterung der Luftqualität. Diese Warnung resultierte aus Rauch, der durch Waldbrände in den Vereinigten Staaten verursacht wurde und nach Norden drang. Die Provinzwarnung betraf zwei Regionen, den Kootenay Lake und Cranbrook, die an die südöstliche Grenze zu den USA grenzten. Die Provinzfeuerbehörde erklärte, dass ein Großteil des Rauchs aus Bränden südlich der kanadisch-amerikanischen Grenze in Washington und Oregon stammte.

Das Northwest Interagency Coordination Center, die Koordinationseinheit für die Feuerbekämpfung beider Staaten, berichtete über zwanzigundzwanzig große Brände in Washington und Oregon. Die dortigen Behörden stellten fest, dass die Luftverschmutzung durch die Brände in den USA die Bedingungen verschlechterte.

Parallel dazu nutzten Donald Trump und seine republikanischen Kollegen die Situation, um Kanada zu beschuldigen, die Waldbrandbekämpfung unsachgemäß geführt zu haben. Trump schrieb in einem Beitrag in den sozialen Medien, dass die Kosten dieser Umweltverschmutzung zwingend zu den Zöllen hinzugerechnet werden müssten, die Kanada derzeit zahlte. Die Trump-Administration hatte mehrere Klimaschutzmaßnahmen stark angegriffen.

Die Waldbrände blieben sowohl in den USA als auch in Kanada aktiv. Die kanadische Regierung berichtete, dass am Montag 843 aktive Waldbrände in ganz Kanada brachten. Von diesen waren 181 als „außer Kontrolle“ eingestuft, was bedeutete, dass die Brände sich ausbreiteten und auf unterdrückende Maßnahmen nicht reagierten. Darüber hinaus waren 532 weitere Brände ebenfalls außer Kontrolle, jedoch wurden noch keine Eindämmungsmaßnahmen ergriffen.

Der kanadische Premierminister Mark Carney wich den Kritikern aus. Er betonte, dass der Kampf gegen den Klimawandel die Verantwortung aller Länder einschloss, einschließlich der Vereinigten Staaten. Doug Ford, Premierminister von Ontario, wo viele Brände tobten, rief jedoch dazu auf, Unterstützung statt Beschwerde zu leisten, da man dieselbe Hilfe für amerikanische Freunde geleistet habe.

Eleanor Olszewski, Ministerin für Notfallvorsorge in Kanada, erklärte in einer Stellungnahme, dass Kanada in den letzten fünf Jahren 12 Milliarden Kanadischen Dollar in die Brandprävention und die Forstwirtschaft investiert hatte. Sie betonte, dass diese Herausforderung keine Grenzen kannte.

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