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Kultur

Luxus und Zugang: Wie ein Hotel die Bayeux-Tapisserie ermöglichte

Zugang zur mittelalterlichen Ikone: Kontroverse um die Zugänglichkeit des Museums

Die Möglichkeit, die Bayeux-Tapisserie im British Museum zu sehen, bot sich nicht allen Besuchern gleichermaßen. Während die allgemeinen Besucher neunstündige Warteschlangen bewältigen mussten, erlangten Gäste eines Fünf-Sterne-Hotels in Covent Garden einen privilegierten Zugang. Die Tickets für die Ausstellung verkauften sich innerhalb eines Tages aus, und die Verfügbarkeit für die breite Öffentlichkeit schien stark begrenzt zu sein.

Die nahezu tausendjährige Darstellung des Sieges Wilhelms des Eroberers über König Harold II. von England im Jahr 1066 erregte enormes Interesse. Die ersten Ticketverkäufe, die im Sommer stattfanden, generierten über 2,5 Millionen Pfund. Die British Museum veranstaltete damit einen Höchststand bei den Verkaufszahlen für die Ausstellung.

Ein Hotelgast des One Aldwych konnte durch eine Unternehmenspartnerschaft mit dem Museum Zugang zur Ausstellung erhalten. Dies führte zu einer deutlichen Kritik. Die Abgeordnete Helena Dollimore bezeichnete diese Situation als „ausgehoben“, da diejenigen, die sich einen teuren Hotelzimmerpreis leisten konnten, kostenlosen Zugang erhielten, während andere um Tickets kämpften.

Dollimore verhandelte zudem mit dem Museum über kostenlosen Zugang für Kinder aus der Region „1066 Country“. Den Gästen wurde zugesichert, dass sie einen Termin während ihres Aufenthalts auswählen konnten, um Tickets zu priorisieren, wobei jedoch eine Beschränkung auf ein Ticket pro Gast pro Aufenthalt galt.

Die Hotelgäste genossen zudem ein thematisch abgestimmtes Getränk und ein vollständiges englisches Frühstück. Das Hotel erklärte, dass die Bayeux-Tapisserie ein Leihstück aus Frankreich sei, das im Rahmen einer historischen Vereinbarung verliehen wurde.

Die französische Regierung sah sich bei der Genehmigung des Leihvertrages starker Kritik ausgesetzt. Kritiker bemängelten, dass Präsident Emmanuel Macron Expertenrat ignoriert habe, da das Artefakt als zu zerbrechlich für den Transport nach Großbritannien erachtet wurde.

Ein Sprecher des British Museum erklärte, dass das One Aldwych als Unternehmenspartner ein begrenztes Kontingent von Tickets erhielt und diese nach eigenem Ermessen an seine Gäste vergeben konnte. Die Mehrheit der Tickets blieb der Öffentlichkeit vorbehalten. Es wurden zwei weitere Verkaufsrunden für Tickets zwischen Januar und Juli des folgenden Jahres angesetzt, und die genauen Termine würden in Kürze bekannt gegeben.

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